VÖ: 03.06.2011
Label: Warp (Rough Trade)
Genre: Math-Rock, Dance-Punk
Autor: Michael Lewerenz
Die Battles sind wieder da, und wie! Nach zwei Ep`s und dem 2007er full-lenght Debüt „Mirrored" beschert uns die New Yorker „All-Star"-Band den neuen Longplayer „Gloss Drop".
Vor uns liegt sie nun die neue Veröffentlichung der Battles. Auf dem Cover sehen wir eine nicht näher bestimmbare Masse in quietschbuntem Rosa. Ist das eine gute Verheißung?!
Wenn es sich um eine Band wie die Battles dreht schon. Die drei Mannen aus Brooklyn zeigen sich von ihrer besten, wenngleich verrücktesten (wobei das nur im positivsten Sinne gemeint ist) Seite. In Person Ian Willams, der mit Don Caballero schon einige zeitlose, progressive Klassiker der Gitarrenmusik zum Vorschein brachte haben wir auf dem Album einen der versiertesten Gitarristen unserer Zeit am Werk und das hört man. Was hier auf der Gitarre zelebriert wird ist ausnahmslos komplex und lotet durchweg Grenzen aus. Disharmonisches Tapping im Math-Rock-Stil wird hier groß geschrieben. Manchmal fragt man sich, wie dieses Spiel überhaupt zu anderen Instrumenten „harmonisiert" werden kann. Doch da kommen die anderen Bandmitglieder ins Spiel. Dave Konopka bedient abwechselnd eine zweite Gitarre oder den Bass und was der liefert steht dem Spiel von Williams in nichts nach, für den Hörer bildet sich eine zweite Schicht an komplexer, moderner Instrumentierung. Für eine Bandbesetzung im traditionellen Sinn fehlt noch der Drummer, diese Position wird mit John Stanier, seines Zeichens ehemaliger Drummer von Helmet, nicht nur adäquat sondern experimentell ausgefüllt.
Anzumerken ist auch, dass es angedacht war auf dem neuen Album mit Gesang zu arbeiten, doch Tyondai Braxton stieg kurz vor den Aufnahmen zum Album aus. Allerdings ist diese Position durch verzerrtes Gitarrenspiel in die Songstruktur wieder mit aufgenommen worden. Dazu eine Vielzahl von Effekten und musiktechnischen Spielereien, die dem rosa Plattencover in etwas entsprechen.
Was da am Ende herauskommt ist kaum noch in Worte zu fassen und bringt den Wahrheitsgehalt der Aussage „über Musik zu schreiben, ist wie zu Architektur zu tanzen" ganz deutlich hervor, dabei verwundert es nicht, das die Band mal für Mars Volta als Support agierte.
Festgehalten werden kann, dass die Battles sich in jedem Song einen Wettkampf liefern wer mehr komplexe Rhythmen hervorbringt, was wiederum nicht heißt, dass es sich um ein zusammenhangloses Spiel von tollen Einzelmusikern handelt. Vielmehr ist es schon verwunderlich wie homogen das gemeinsame Spiel der vier Musiker verläuft, was nächtelangem Improvisieren zugeschrieben werden kann. Das alles mündet in einen Genresprengenden Mix aus avantgardistischer Musik. Wer Lust hat auf eine Achterbahnfahrt aus Math-Rock, Hardcore, Post-Rock, aber auch Dance-Punk Elementen sollte hier seine Ohren „spitzen". Ob das Album in voller Gänze den jeweiligen Hörer mitreißt ist schwer zu beurteilen, doch wunderschöne, völlig unerwartete Momente, wie man sie höchstwahrscheinlich noch nie vorher gehört hat, sind garantiert (dabei kann erwähnt werden, dass die Werbeindustrie auch einige Songelemente der Battles für Autowerbung verwendete). Diese Platte lädt zu einem Experiment, dessen Ziel (oder Weg) es ist, die persönlichen Hörgewohnheiten und eingefahrenen Musikmuster des eigenen Kopfes zu öffnen. Von dieser Seite aus betrachtet lohnt sich jeder Battles Release für eine Hörprobe, wobei diese so einige Hördurchläufe umfassen sollte, denn es ist mit Sicherheit etwas ganz besonderes diesem nicht kategorisierbaren, der Durchschnittlichkeit den Kampf ansagenden, Ideenwettstreit Gehör zu schenken.
Anzumerken ist außerdem, dass auf dem Album eine Reihe von Gastmusikern mit an Bord ist, die zumeist ihre Stimme leihen und diesem Album so noch eine Prise mehr Experimentalismus mit auf den Weg geben. Es handelt sich hierbei um so verschiedene Musiker wie den Synthie-Gott Gary Numan, den die Battles in einen Tribal-Rhythmus „verwickeln", außerdem ist auf dem Album ebenfalls etwas zu hören von dem chilenischen Techno-Minimalisten Matias Aguayo, Kazu Makino von den Blonde Redheads sowie Yamantaka Eye von der japanischen Band Boredoms. Wie dies alles live umgesetzt wird kann man sich hierzulande auch vergewissern:
Konzert-Termine - Battles
09.06. Amsterdam Melkweg
10.06. Dortmund FZW
11.06. München Feierwerk
12.06. Hamburg Uebel & Gefährlich
05.07. Leipzig Conne Island
06.07. Wien Arena
Tracklist:
1.
"Africastle" 5:45
2.
"Ice Cream" (featuring Matias Aguayo) 4:37
3.
"Futura" 6:17
4.
"Inchworm" 4:52
5.
"Wall Street" 5:25
6.
"My Machines" (featuring Gary Numan) 3:55
7.
"Dominican Fade" 1:48
8.
"Sweetie & Shag" (featuring Kazu Makino) 3:50
9.
"Toddler" 1:11
10.
"Rolls Bayce" 2:06
11.
"White Electric" 6:14
12.
"Sundome" (featuring Yamantaka Eye) 7:47
An dieser Stelle möchten wir auch noch mal auf unsere Verlosung von 3 x 2 Gästelistenplätzen für das Konzert von Battles am 10.06. im Dortmunder FZW hinweisen, in Kooperation mit Juicy Beats:
Verlosung: 3 x 2 Tickets für Battles im FZW
Die Battles im Netz:
http://bttls.com/
VÖ: 18.02.2011
Label: Warner Music
Manchmal kommt die Erleuchtung spät, bisweilen sogar sehr spät. Oftmals auch gar nicht. Bei Mike Skinner und seiner One Man Raprock-Army kommt sie schon nach exakt einer Minute und vierzehn Sekunden des Opening Tracks auf dem neuen Album. "Computers And Blues" ist die erste gute Nachricht des Jahres 2011, schon heute. Und gleichzeitig...>>>
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Bereits am 30. Januar veröffentlichten die beiden Frauen Busy Gangnes und Melissa Livaudaise Ihr Debutalum Dance Mother unter dem Künstlernamen Telepathe. Niemand kommt eigentlich um dieses düstere Elektro-Pop-Album herum, daher gibt es hier nun unser Album-Review dazu:
Album Review: Telepathe - Dance Mother
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VÖ: 09.04.2010
Label: Morr Music
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VÖ: 06.08.2010
Label: Agressive Punk Produktionen / Edel
„Gleich mal vorweg: Dieses Album wird mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit in die deutsche...>>>
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VÖ: 25.03.2011
Label: Frontiers Records
Genre: Hard Rock
Autor: Jörg Edelmann
Tja, die Rock-Dinos, jeder mag sie, und die Alt- und Wochenendrocker kaufen brav ihre CDs, als würde es keine jungen Bands geben. Wer die Rockmusik "damals" mitgeprägt hat, der darf auf seine Fans zählen. Dieses Glück hat auch David Coverdale, als Sänger 1973-76 bei DEEP PURPLE mit den Alben "Burn"...>>>
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Diskomafia Records is proud to
announce Kandel’s “Familie Schroffenstein” EP, which tells the story of a
weird family vacation full of surprises. The EP features 4 distinct dancefloor
tracks that are bound to be loved by DJs for they tooly feel and by the
partycrowd for their fun factor.
The title track “Familie
Schroffenstein” ["Family...>>>
VÖ: 17.09.2010
Label: Flowfish / Broken Silence
Phrasenmäher ingen humorvolle deutsche Songs und mischen dabei sehr soverän etliche Musikstile mit einer Leichtigkeit, die im Ohr bleibt. Vor allem mit Texten, die viel Tiefgang versprechen.
Das erste Album der Band "Ode an die Leude" erschien bereits im letzten Jahr. In überarbeiteter Fassung und mit einer Bonus-Live-DVD wird es Anfang 2011...>>>
weiter lesen...Schreibt eure lustigen, spannenden, Gänsehaut erzeugenden oder auch mal nicht so gelungenen Konzert-Erlebnisse in den Genres Post-Punk, -Rock, Doom, Metal, Instrumental, Noise, Avantgarde und Artverwandtem als Konzert-Bericht. Ebenfalls freuen wir uns immer über die neuesten Album-Reviews eurer persönlichen Favoriten in den genannten Stilarten. Werdet ein Teil des Profilneurotiker-Teams und lasst uns und Andere an euren Erlebnissen und Eindrücken teilhaben! Ab und an besteht auch die Möglichkeit mit verschiedensten Musikern und Bands ein persönliches Interview zu führen. Weiteren Vorschlägen in Form von konstruktiver Kritik oder Vorschlägen gegenüber sind wir natürlich auch immer aufgeschlossen.
Falls Du Interesse daran hast in einem kleinen lockeren Team mitzuwirken, dann keine Scheu, melde Dich einfach über unser Kontaktformular! Wir suchen keine Profis, es reicht wenn Du in ambitionierter Weise Lust am Schreiben verspürst!
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