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Review | Johnossi - Mavericks

Mo. 26 April 2010

Johnossi - Mavericks

VÖ: 30.04.2010
Label: Universal

Disziplin, harte Arbeit, Schlaflosigkeit, Verwirrung am Rande des Nervenzusammenbruchs und die Erkenntnis, dass Weiterentwicklung immer stattfinden muss: All das charakterisiert Johnossis drittes und ehrgeizigstes Album "Mavericks". Die erste Single "What's The Point" bündelt die gesamte Kraft des Duos und enterte auf Anhieb Platz #1 der Single-Charts in Schweden, dem Heimatland der Band.

Zunächst ein paar Daten und Fakten: Johnossi ist ein schwedisches Duo, bestehend aus John Engelbert (Gesang, Gitarre) und Oskar Bonde (Schlagzeug), die beide in Stockholm leben. Seit 2004 musizieren sie zusammen, ein Jahr später veröffentlichten sie bereits ihr selbstbetiteltes Debütalbum auf einem kleinen Indie-Label. Im Sommer 2005 verhalf ihnen ihr atemberaubender Auftritt auf dem Hultsfred Festival zum endgültigen Durchbruch. Die Plattenfirma V2 nahm die Nachwuchshoffung unter Vertrag und so erschien 2006 das Erstlingswerk - ergänzt um ein paar neue Nummern - erneut. Der Nachfolger "All They Ever Wanted" ließ nicht lange auf sich warten. Produziert wurde das 2008er Werk von Jari Haapalainen (verantwortlich u.a. für The Concretes, Ed Harcourt, Camera Obscura). Die Publikums- und Kritikerlieblinge "Man Must Dance", "Execution Song", "Santa Monica Bay", "18 Karat Gold" und "Bobby" sind auf diesen beiden Alben zu finden.
Über diese Fakten hinaus ist Johnossi eine dieser Bands, die live einfach zu überzeugen weiß. Jedes Konzert ist ein weiterer Beweis für die Brillanz, die die Band auf der Bühne versprüht. Nur ganz wenige Musiker können bei den Livequalitäten von John und Oskar mithalten. Das neue Album "Mavericks" wird der Band jetzt den nächsten Schritt auf dem richtigen Weg nach vorne ebnen. John Engelbert beschreibt diesen Schritt als einen schwierigen und zugleich immens wichtigen für die Band. Das Jahr 2009 war - milde ausgedrückt - ein schwieriges für die Band. John litt an einer persönlichen Krise, die zu schweren Schlafstörungen führte. Die unschönen Erfahrungen um diese Zustände werden in einigen Songs auf "Mavericks" widergespiegelt. Der Songschreibeprozess war diesmal ein anderer. Das Duo nahm sich viel Zeit, um mit und an dem Material zu arbeiten. Sie feilten an jedem Song ausufernd lange und detailverliebt, wie sie es noch nicht getan hatten. Nach ihrem Auftritt auf dem norwegischen Oyafestival 2009 schlossen die beiden sich in ihrem Hotelzimmer ein, um sich in Ruhe den knapp 200 Melodien, die John aufgenommen hatte, zu widmen. Zu diesem Zeitpunkt existierten nur die Single "What's The Point" und der Song "Houses" als Demoversionen.

Die 200 Melodien wurden gehört, kritisiert, bewertet, gekürzt und wieder aufgestockt. Erst danach konnte das eigentliche Proben beginnen. Bevor es ins Studio ging, sollte so viel Material, wie es nur irgendwie ging, schon fertig sein. Diesmal wollte man alles selbst in der Hand haben und entschied sich deshalb dafür, das Album selbst zu produzieren. Wenn sie doch mal Hilfe brauchten, wurde Lasse Mårtén um Rat gefragt - bekannt für seine Arbeit mit Lykke Li, Peter Bjorn & John, Anna Ternheim, Moneybrother und Sahara Hotnights. Der Titelsong "Mavericks" eröffnet die Platte und gibt einen guten Einblick in das, was Johnossi auf dem neuen Werk rüberbringen.

So hat "Mavericks" zweierlei Bedeutung: Zum einen ist "Mavericks" ein berühmter Fleck in Nordkalifornien, der allen Surfern aufgrund der wilden und hohen Wellen, die nirgends auf der Welt so schwer zu bezwingen sind wie hier, bekannt sein dürfte. Zum anderen bezeichnet das Wort "Maverick" eine Person, die sich für einen eigenen und ungewöhnlichen Lebensweg entschieden hat und diese Version auch konsequent verfolgt und lebt.

Auf "Mavericks" reiten Johnossi auf einer Welle voller Kreativität, Eigensinnigkeit und Entschlossenheit. Alle, die den bekannten Johnossi-Sound lieben, werden sich in ihrer Liebe bestätigt fühlen, aber gleichzeitig auch eine komplett neue Seite des unverwechselbaren Duos hören und kennenlernen.

Tracklist:

1. Mavericks
2. Dead End
3. Houses
4. Roscoe
5. Bed On Fire
6. What's The Point
7. No Last Call
8.Come Along (There's A Gene)
9- Worried Ground
10. Sickness

www.johnossi.com



 

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