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Riverside - Voices In My Head

Von Profilneurotiker am So, 29 Juni 2008
Riverside - Voices In My Head - Album CoverSie sind die Newcomer schlechthin in der Artrock-Szene und bescheren uns atemberaubenden Prog-Rock, wie man ihn seit langem nicht mehr gehört hat. Wo die Vorurteile Polen generell als diebisch anmahnen, kann man hier getrost sagen, dass diese Gruppe definitiv von Helden wie Pink Floyd beeinflusst sind – geklaut wird hier aber nie. Die vier Musiker haben mittlerweile einen fantastisch eigenen und verträumten Sound geschaffen, der viele Musikgenießer seit Ihrem Debüt „Out of myself“ begeistern kann.

Als „Dank“ an die treuen Fans die ihnen diesen grandiosen Start ermöglicht haben, bringen die Polen jetzt eine EP mit fünf neuen, unveröffentlichten Stücken aus einer Aufnahmesession aus dem Jahr 2005, sowie drei Liveversionen von schon bekannten Songs heraus. Als weiteres Schmankerl gibt es noch einen Multimediateil mit einem Video zu „Acronym Love“ und diversen Fotos.

Ruhig und entspannt beginnt die EP mit akustischen Gitarren und Klängen, die die altbekannte Tiefe der Musik von RIVERSIDE perfekt einfangen. Über den ruhigen Sound setzt sich der bedrückend klingende Gesang von Mariusz Duda. Bei „Acronym Love“ erklingt dann auch das Schlagzeug und bringt neben den schönen Gitarrenmelodien etwas mehr Kraft ins Spiel. Wobei sich die Härte durchaus, auch im Gegensatz zu den ersten beiden Alben, in Grenzen hält. Leichte Ambient und Fusion Gefühle kommen bei dem komisch betiteltem „Dan ts. Rednum or F. Raf” hervor. Das Schlagzeug klingt hier eher programmiert (so übrigens auch bei den beiden folgenden Titeln) und die Gitarren legen spannungsgeladene Patterns über dieses, wodurch ein befremdlicher und fast bedrohlicher Klang entsteht, es jedoch bei der düsteren aber sehr angenehmen Grundstimmung bleibt. Die fünf neuen (alten) Stücke hätten es allesamt verdient schon einen Platz auf dem letzten Release zu bekommen, setzen sich aber durch den etwas ruhigeren Touch ein wenig vom sonstigen Songmaterial ab.
Die Liveaufnahmen sind qualitativ durchaus hochwertig. Die ganz spezielle RIVERSIDE Stimmung kommt optimal in dieser Livesituation rüber und als Hörer braucht man dank der vorigen Titel keinen Moment um sich reinzufinden.

Vorrangig sollen (und werden) mit dieser EP die Fans angesprochen, die RIVERSIDE schon lieben gelernt haben. Für einen Neuling könnte evtl. ein etwas verzerrtes Bild dieser Band entstehen. Reinhören sollten aber dennoch alle Freunde von stimmiger, atmosphärisch tiefgehender Musik – ich bin überzeugt das viele die EP, und letztendlich diese Band, lieben lernen werden.

01. Us
02. Acronym Love
03. Dna ts. Rednum or F. Raf
04. The Time I was Daydreaming
05. Stuck Between
06. I Believe (live)
07. Loose Heart (live)
08. Out of Myself (live)

+ Video von ‘Acronym Love’, Fotos und Lyrics in Multimedia Teil

VÖ 22.05.06

http://www.riverside.art.pl

Autor: Jacques Moch
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