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Riverside - Voices In My Head
Sie sind die Newcomer schlechthin in der Artrock-Szene und bescheren
uns atemberaubenden Prog-Rock, wie man ihn seit langem nicht mehr
gehört hat. Wo die Vorurteile Polen generell als diebisch anmahnen,
kann man hier getrost sagen, dass diese Gruppe definitiv von Helden wie
Pink Floyd beeinflusst sind – geklaut wird hier aber nie. Die vier
Musiker haben mittlerweile einen fantastisch eigenen und verträumten
Sound geschaffen, der viele Musikgenießer seit Ihrem Debüt „Out of
myself“ begeistern kann.
Als „Dank“ an die treuen Fans die ihnen diesen grandiosen Start
ermöglicht haben, bringen die Polen jetzt eine EP mit fünf neuen,
unveröffentlichten Stücken aus einer Aufnahmesession aus dem Jahr 2005,
sowie drei Liveversionen von schon bekannten Songs heraus. Als weiteres
Schmankerl gibt es noch einen Multimediateil mit einem Video zu
„Acronym Love“ und diversen Fotos.
Ruhig und entspannt beginnt die EP mit akustischen Gitarren und
Klängen, die die altbekannte Tiefe der Musik von RIVERSIDE perfekt
einfangen. Über den ruhigen Sound setzt sich der bedrückend klingende
Gesang von Mariusz Duda. Bei „Acronym Love“ erklingt dann auch das
Schlagzeug und bringt neben den schönen Gitarrenmelodien etwas mehr
Kraft ins Spiel. Wobei sich die Härte durchaus, auch im Gegensatz zu
den ersten beiden Alben, in Grenzen hält. Leichte Ambient und Fusion
Gefühle kommen bei dem komisch betiteltem „Dan ts. Rednum or F. Raf”
hervor. Das Schlagzeug klingt hier eher programmiert (so übrigens auch
bei den beiden folgenden Titeln) und die Gitarren legen
spannungsgeladene Patterns über dieses, wodurch ein befremdlicher und
fast bedrohlicher Klang entsteht, es jedoch bei der düsteren aber sehr
angenehmen Grundstimmung bleibt. Die fünf neuen (alten) Stücke hätten
es allesamt verdient schon einen Platz auf dem letzten Release zu
bekommen, setzen sich aber durch den etwas ruhigeren Touch ein wenig
vom sonstigen Songmaterial ab.
Die Liveaufnahmen sind qualitativ durchaus hochwertig. Die ganz
spezielle RIVERSIDE Stimmung kommt optimal in dieser Livesituation
rüber und als Hörer braucht man dank der vorigen Titel keinen Moment um
sich reinzufinden.
Vorrangig sollen (und werden) mit dieser EP die Fans angesprochen, die
RIVERSIDE schon lieben gelernt haben. Für einen Neuling könnte evtl.
ein etwas verzerrtes Bild dieser Band entstehen. Reinhören sollten aber
dennoch alle Freunde von stimmiger, atmosphärisch tiefgehender Musik –
ich bin überzeugt das viele die EP, und letztendlich diese Band, lieben
lernen werden.
01. Us
02. Acronym Love
03. Dna ts. Rednum or F. Raf
04. The Time I was Daydreaming
05. Stuck Between
06. I Believe (live)
07. Loose Heart (live)
08. Out of Myself (live)
+ Video von ‘Acronym Love’, Fotos und Lyrics in Multimedia Teil
VÖ 22.05.06
http://www.riverside.art.pl
Autor: Jacques Moch
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