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Review | The Flower Kings - Paradox Hotel
Sa. 12 Juli 2008
Die Menschheit ist auf Reisen und zu Gast im „Paradox Hotel“ - Unserem
schönen blauen Planeten. Der Hotelinhaber „Gott“ lässt sich natürlich
wiedermal nicht blicken und so nutzen die FLOWER KINGS die Zeit, um
eine... was sag ich?!? Gleich zwei, mit Musik randvoll gepackte, CDs zu
veröffentlichen. Eine ganze Menge Musik, von der man jetzt erst einmal
hofft, dass sie ein wenig Neuerung in die sonst so ähnlich klingenden
vorigen Veröffentlichungen bringt. Roine Stolt hat seinen Mannen auch
diesmal die Gelegenheit gegeben, selbst etwas aktiver am Songwriting
teil zu haben, wodurch diese Hoffnung ein wenig Substanz erlangt.
Schöne Melodien sagte man den FLOWER KINGS ja schon immer nach. Es gibt
wie üblich viel Piano, Gitarrensoli im Stile der alten Größen aus den
70ern, Satzgesang und vor allem eine Menge gute Laune. Die Grenze zum
Kitsch ist wie bei dem Stück „Jealously“ schmal, wird aber
glücklicherweise nur gelegentlich angekratzt. Musikalische Genialität
kann man den nordischen Mannen, deren Name Programm ist, nicht
abschreiben. So finden Sie immer wieder Wege um Rock, Jazz und
Hippie-Feeling (im positiven Sinne) zu verbreiten.
Düsterere Stimmung wird bei dem, der dunklen deutschen Vergangenheit
gewidmeten, Stück „Bavarian Skies“ eingeläutet. Piano, historische
Aufnahmeschnipsel und getragener Gesang bestimmen das Lied - „Good
night, goodbye, auf Wiedersehen...“. Das absolute Gegenteil, was die
Stimmung betrifft, stellt „End of a High Note“ dar. Bandleader Roine
Stolt versteht sich eben darauf gute Laune zu verbreiten. Und nicht nur
das! Musikalische kleine Zwiegespräche von Lyrics und Musik machen sich
auch bemerkbar. So wird bei „Minor Giant Steps“ auf die Lyrics „Tiny
Steps“ von der Gitarre kleine Intervalle gespielt um diese kleinen
„Schritte“ zu verdeutlichen und bei „Minor Giant Steps“ eben die
Mollterz in verschiedenen Lagen um die großen Schritte zu simulieren.
Die Musik ist voll von solchen Spielereien und lassen einen andauernd
Neues entdecken, wie z.B. bei „The Unorthodox Dancinglesson“ im 13/8tel
Takt. Diese Tanzstunde kann ich mir bildlich vorstellen. Mit dem Lied
„Paradox Hotel“ wird es dann auch mal ein wenig treibender und heftiger
– „It’s a living hell... paradox hotel!“ Yeah!
Die FLOWER KINGS legen uns mit „Paradox Hotel“ wieder einmal ein Album
auf hohem Niveau vor. Das Einzige, was den positiven Eindruck etwas
trübt ist eben, dass man seit einigen Jahren immer wieder Anleihen bei
sich selbst verarbeitet und es doch irgendwo immer dasselbe ist. Das
kann man als Fan der Band positiv auffassen (alles hat gleich hohes
Niveau ohne Aussetzer) oder aber negativ (es ist immer dasselbe –
langweilig auf Dauer). Für Musikliebhaber die in diese Band mal
reinhören wollen hingegen empfiehlt sich ein solches Album daraus aber
umso mehr. Und mal ganz ehrlich. Wir haben von den Blumenkönigen ja
auch nichts anderes erwartet. Man checkt mit einem breiten Grinsen aus
„Paradox Hotel“ aus :-)
CD 1 (Room 111)
1.) Check In
2.) Monsters & Men
3.) Jealously
4.) Hit Me With a Hit
5.) Pioneers of Aviation
6.) Lucy Had a Dream
7.) Bavarian Skies
8.) Selfconsuming Fire
9.) Mommy Leave the Light On
9.) End of a High Note
CD 2 (Room 222)
1.) Minor Giant Steps
2.) Touch My Heaven
3.) The Unorthodox Dancinglesson
4.) Man of the World
5.) Life Will Kill You
6.) The Way the Waters Are Moving
7.) What If God is Alone
8.) Paradox Hotel
9.) Blue Planet
Autor: Jacques Moch
Link:
http://www.myspace.com/progression84
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