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U.N.K.L.E. - War Stories
Vier Jahre hat sich Stil-Ikone und Mo’ Wax-Gründer James Lavelle Zeit
gelassen, bis er das neue Album „War Stories“ präsentierte. Die
eigentlich unter Trip-Hop, Electro und Breakbeats zu findende Combo hat
sich schon auf früheren Alben anderer Einflüsse von Gitarrenkünstlern
und Brit-Pop-Bands wie Richard Ashcroft (Ex The Verve), Tom Yorke oder
Badly Drown Boy bedient.
Auf dem dritten Album der seit 1994 bestehenden Band finden sich auch
diesmal wieder Künstler, die der Platte eine völlig neue Wendung geben
und eher zum Genre Rock, Alternative oder Indie passen. So tritt kein
geringerer als Frontmann Ian Astbury von The Cult in den Vordergrund
und präsentiert in „Burn my shadow“ einen einprägsamen und intensiven
Song. Der Titel des Albums „War Stories“ ist nicht ganz sinnfrei
gewählt: mitunter erschlägt einen die Wucht und die zerstörende Wut und
Kraft der Songs und erinnert an Kriegsschauplätze, Leid und Tod. Der
Stoff ist nicht gerade leicht und der Weltschmerz nichts für zarte
Seelen – aber durchaus so gewollt.
Schon das Intro „Chemistry“ ist keine leichte Kost und gibt mit
hämmernden Sounds und Chorgesängen die erste Kostprobe eines Albums, zu
dem man nicht auf Anhieb einen Zugang findet. Das Leben ist bittersüß –
dies zeigt auch der Song „price you pay“, der vielleicht der typischste
Lavelle-Song ist. Klagend, mystisch, mit Chorgesang, Klavier und
Geigen. Dazu ein Mix aus Bässen und Elektrosound – ein durchaus
gelungener Song, der trotz der düsteren Stimmung erfrischt.
Das Album ist sperrig und hat keine vorhersehbaren Übergänge. Die u.a.
in der Joshua Wüste produzierte Platte lässt muntere Songs vom
Autolux-Trio abrupt vom mystischen „Twilight“ ablösen, performt vom
Ambient Sänger 3D (Massive Attack).Der Wechsel von Gavin Clarks
„Broken“ – eins der schnelleren und freundlicheren Stücke – zum
emotionalen Finalsong „When Things Explode“ mit einem Heer an
Streichern und einem pompösen Ende von Ian Astbury erlässt einen in
eine ungewisse Welt, die nun mal nicht immer das bereit hält, was wir
erwarten.
Fazit: für mutige, unerschrockene Fans von U.N.K.L.E empfehlenswert.
Tracklist:
1. Intro
2. Chemistry
3. Hold My Hand
4. Restless
5. Keys To The Kingdom
6. Price You Pay
7. Burn my Shadow
8. Mayday
9.P ersons & Machinery
10. Twilight
11. Morning Rage
12. Lawless
13 . Broken
14.When Things Explode
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