Am 02.04.2010 hieß es auf nach Belgien Zottegem zum Dunk! Festival 2010.
Die Anreise in das kleine Städtchen südwestlich von Brüssel mit dem Auto war bis auf einen Stau ganz und obwohl wir Karfreitag hatten recht angenehm. Ca. 15 Minuten nach der Ankunft gegen 16 Uhr fing es auch schon an zu regnen, wie uns der Wetterbericht die vergangenen Tage vorhergesagt hatte. Also war erst mal das Hauptanliegen unser mitgebrachtes Zelt in Rekordzeit aufzubauen, damit nicht schon am Anfang ein kleiner See im Zelt entstehen konnte.
Ein paar Bereiche auf dem weiträumigen Zeltplatz waren bereits belegt, aber man hatte noch mehr als ausreichend Raum sein Zelt aufzuschlagen. Die beiden Zeltplätze gestalteten sich ähnich zu denen des Haldern Pop Festivals. Man kann nämlich mit seinem Auto direkt auf die Wiese fahren und sein Zelt direkt daneben aufschlagen. Bei solchen Witterungsverhältnissen ist das natürlich sehr von Vorteil, so kann man seine Kleidung und eventuell mitgebrachtes technisches Gerät im Auto sicher und trocken lagern. Nach dem erfolgreichen Zeltaufbau und der Einrichtung unseres neuen zweitägigen Schlafraums begaben wir uns nach einer kurzen Stärkung zur Bändchenentgegennahme am Einlass des Gebäudes, in dem das Dunk!-Festival stattfinden sollte.
Der kurze Check des Namens und der Erhalt des Festival-Bracelets lief absolut reibungslos ab, auch aufgrund dessen, dass einige Festivalbesucher erst am Samstag zum Dunk! kommen wollten und somit der Andrang zu dieser frühen Stunde - es war gegen 19 Uhr - nicht sonderlich groß gewesen ist. Die Bühnentechniker waren auch noch nicht ganz fertig und es schienen noch letzte Soundchecks zu laufen.
Im Konzertsaal des Dunk!-Festivals angekommen sah man zur Linken eine gemütliche Ecke, die kleine runde Tische mit Stühlen beherrbergte, die wiederum zum Sitzen und Verweilen einluden. Gegen das Hungergefühl und eine drohende Austrocknung des Rachens wurde natürlich ausreichend gesorgt. Zur Essenauswahl gehörten Chilli, ein vegetarischer "Eintopf", eine örtliche "Spezialität" und belegte Baquettes - wahlweise mit Käse oder Schinken und Käse. An Getränken gab es die üblichen Softdrinks, einige unterschiedliche Biere und ich meine auch Wein.
Da man noch ein wenig Zeit hatte bevor sich die erste Band des Tages auf der Bühne präsentierte, nahm man das Essenangebot gerne an. Auf leeren Magen lässt es sich ja schließlich nicht gut feiern und Spass haben. Das von uns gewählte Chili-Con-Carne erschien uns aufgrund der draußen herrschenden Kälte und Nässe als die richige Wahl. Recht gut geschmeckt hat es auch, die Portionen waren angemessen, nur fanden wir den Preis von 5,- € pro Portion dann doch ein wenig hoch. Aa der Eintrittspreis für das zweitätige Dunk!-Festvial mit dem Kombiticket allerdings bei gerade mal 20,- € pro Nase lag und die Macher ja auch irgendwo ihr Geld verdienen müssen, geht dies völlig in Ordnung! Das Campen ist übrigens kostenlos! Die Getränkepreise waren ebenfalls human und so war das Dunk! alles in Allem eine sehr güntige Angelegenheit! Und dafür hat man eine Reihe hochkarätiger Bands in netter Umgebung mit tollem Sound und Licht geboten bekommen, wie sich im Laufe der nächsten rund 30 Stunden herausstellen sollte!
Mit leichter Verzögerung fiel dann gegen 19:30 Uhr am Freitag der Startschuss zum Dunk! Festival 2010. Die erste Band des Tages bzw. des Festivals war Amoy Fanray aus Belgien, die 4 Mann starke Band stammt direkt aus Zottegem. Für Jørn Broekaert (Gitarre/Vocals), Ram Broekaert (Drums), Gert De Meerleer (Keyboards) und Michiel Decancq (Bass) also ein Heimspiel. Die musikalische Orientierung von Amoy Fanray ist ganz klar im Indie / Pop Bereich zu finden, für unseren Geschmack mehr Pop als Indie. Nach ca. 30 Minuten Spielzeit war die Darbietung der 4 Jungs dann auch schon wieder beendet. Ein rundes Set, welches die Band sicher gut repräsentierte, doch für unseren Geschmack dann doch zu weichgespült und massenkompatibel, als dass uns die Musik von Amoy Fanray groß begeistert hätte.
Man war also gespannt, was Einen an diesem Tag noch so alles an Musikalischem dargeboten wird, gab es doch noch eine Menge an Programm an diesem ersten Tag des Dunk!-Festivals zu erleben. Und was jetzt schon mit Gewissheit gesagt werden konnte war, dass der Sound auf dem Festival und auch die Lichtanlage absolut Top waren, was uns sehr begeisterte!
Als zweite Künstlerin an diesem ersten Abend des Dunk! Festivals stand die Solistin Liesa Van Der Aa auf der Bühne...
Nebenbei bemerkt, die Umbaupausen wurden zeitlich gesehen in einem guten Rahmen gehalten. Es blieb immer genügend Zeit das ein oder andere Bier oder unalkoholische Getränk zu sich zu nehmen, das gerade Erlebte zu refklektieren oder mit anderen Festivalbesuchern ins Gespräch zu kommen. Und dennoch erschienen die Umbaupausen fast niemals zu lang. Am frühen Freitagabend hatte man auch zu jeder Zeit ausreichend Platz, um nah und komfortabel am Bühnengeschehen teil zu haben.
Als nächstes standen dann auch schon die Schweden von Immanu El auf der Bühne des Dunk!-Festivals.
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