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Textures - Drawing Circles
“We love to make music that makes your ears bleed” – Und das tun sie ohne Zweifel. Diese recht junge holländische Band (gegründet 2001) bringt mit “Drawing Circles” nun ihr zweites Album heraus und bieten eine interessante Mischung von Hardcore und melodischerem Metal. Ihr bestreben, ihre Musik so darzustellen wie sie es wollen und Artwork und Produktion selbst in die Hand zu nehmen, hat ein in sich stimmiges Werk hervorgebracht und spricht absolut für diese Formation.
Die ersten Töne machen auch direkt klar wie der Fahrplan weiterhin aussieht. „Drive“ rifft druckvoll, das Schlagzeug pumpt den Rhythmus, kurze Pause und Sänger Eric Kalsbeek springt in die entstandene Lücke und keift einem mit heftigem geshoute entgegen. Es gibt viele Breaks und rhythmische Schmankerl, die Jungs wissen ihre Instrumente durchaus zu bedienen! Bis zu diesem Zeitpunkt kann man Vergleiche mit Meshuggah oder Machine Head ziehen, aber dabei bleibt es nicht. „Regenesis“ beginnt zwar noch wie das vorige Stück aufgehört hat, sehr aggressiv und mit shoutigem Gesang. Aber was ist das? Auf einmal wechselt die Stimmung, es wird atmosphärischer und klarer, sehr angenehmer Gesang erklingt. Hier fühlt man sich stark an verträumte Stellen von Devin Townsend erinnert bis der Song wieder zurück zu altbekannter Härte findet. Man muss schon aufpassen um die Wechsel zwischen den Songs mitzubekommen. Das Album entwickelt sich sehr stimmig, fast als würde man nur einen Song am Stück hören. In düsteren Gewand kommt „Illumination“ daher. Unglaublich gefühlvoller Gesang verbindet sich mit düsteren Akkorden und Keyboard sprenklern zu einem Klanggebilde. Hier kann man sich ein wenig erholen bevor die Musik wieder an Fahrt, und damit Härte, aufnimmt. „Upwards“ durchbricht die heftige und düstere Stimmung ein wenig. Klangteppiche und relaxte Schlagzeugfills dominieren den Klang und da ist er wieder: dieser tolle klare und verträumte Gesang von Eric Kalsbeek. „Touching the Absolute“ bietet da noch einen weiteren Höhepunkt was Atmosphäre und musikalische Genialität anbelangt – Anspieltipp!! Hier hört man auch mal ein wenig mehr Leadarbeit der Gitarren ohne bei weiteren Parts des Songs die abgehackten rhythmischen Spielereien zu vergessen. Etwas deplaziert wirkt das instrumentale „Surreal State of Enlightenment“ als letztes Stück. Man baut noch mal langsam Spannung auf, die aber nicht weiter aufgelöst wird und man endet mit einem etwas unbehaglichen Gefühl. Aber gerade das macht auch Lust auf mehr – also wieder von vorne hören...
Textures sind definitiv eine der frischen Bands, die die Metalszene braucht. „Drawing Circles“ besticht mit stimmigen Songwriting, viel Abwechselung und einer überaus druckvollen und transparenten Produktion. So hat das auszusehen! Einige Bands könnten sich hier dran ein Beispiel nehmen. Ich empfehle jeden mal ein Ohr zu riskieren. Man darf gespannt sein was uns die Holländer in Zukunft noch bescheren werden!
1.) Drive
2.) Regenesis
3.) Denying Gravity
4.) Illumination
5.) Stream of Consciousness
6.) Upwards
7.) Circular
8.) Millstone
9.) Touching the Absolute
10.) Surreal State of Enlightenment
http://www.textures.nl
VÖ 17.04.

Cover
Autor: Jacques Moch
Link:
http://www.myspace.com/progression84
Quelle:
Link zur Quelle:
Sieges Even - The Art of Navigating by the Stars
The Flower Kings - Paradox Hotel
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