Am Freitag, den 30.10.2009, standen die US-Post-Metaller Isis aus Los Angeles in Kalifornien auf der Bühne der Essigfabrik in Köln. Isis haben sich im Jahre 1997 in Boston, Massachusetts, gegründet und sind aber mittlerweile in die sonnenverwöhnte Stadt an der Westküste umgezogen. Nachdem ich Isis in diesem Jahr zum ersten Mal auf dem Dour-Festival gesehen hatte und diese mich total überzeugt hatten von deren Qualitäten, wollte ich mir dieses Konzert von Isis unter keinen Umständen entgehen lassen! Und das war, um dies schon ein Mal vorweg zu nehmen - eine sehr gute Entscheidung!
Als Vorgruppe hatten Isis die ebenfalls amerikanische Band Kylesa dabei, welche aus Savannah/Georgia stammen, und Einflüsse von Doom Metal, Stoner Rock und Punkrock in Ihre Musik implementieren. Als wir gegen kurz nach 8 an der Essigfarbik ankamen spielten Kylesa bereits ihr Set. Auf der Bühne standen ein Menge Musiker, da Kylesa mit drei Gitarren, einem Bassisten sowie zwei Schlagzeugern arbeiten!Ein weiteres Markenzeichen von Kylesa ist der Einsatz von drei gleichwertigen Sängern, die sich mit Screamo- und klarem Gesang und der Stimme von Sängerin Laura Pleasants abwechseln, welche aber auch ihrer Stimme ordentlich tiefe Screamo-Klänge entlocken kann.
Das Set von Kylesa war durch unser leicht verspätetes Ankommen für uns leider etwas kurz. Hinzu kam noch, dass der Sound nichtwirklich gut war beim Auftritt von Kylesa. Die zwei Drums übertonten doch sehr stark die restlichen Instrumente und den Gesang, was doch ein wenig schade war. Denn Alles in Allem war das, was Kylesa da auf die Bühne brachten, ganz in Ordnung und hätte bei besserem Sound sicherlich gut gekickt. Na dann vielleicht bei einem nächsten Konzert!
Nun folgte die obligatorische Umbaupause, in welcher ich mich erst mal mit neuem Bier versorgt habe und der Nikotinsucht fröhnen musste. Wir sind aber recht schnell wieder in die Essigfarbik hinein gegangen, um uns einen guten Platz für Isis in den vorderen Reihen zu sichern. Die Essigfabrik war recht gut gefüllt, doch musste man nicht wiein der Sardinenbüchse inmitten der Menge stehen, sondern hatte durchaus noch Platz, um sich entspannt und ohne Gedrenge zur Musik bewegen zu können.
Nach einiger Zeit kamen die 5 Männer von Isis dann auch auf die Bühne und wurden direkt lautstark vom Publikum begrüßt! Isis eröffneten ihren Auftritt mit Hall Of The Dead vom letzten Longplayer Wavering Radiant. Die zuvor an den vier Amps angebrachten Mikrofon hatten zum Resultat, dass der Sound von Isis schon nahezu perfekt war! Überhaupt kein Vergleich zu dem "Brei", den man zuvor von Kylesa zu hören bekam! Solche Mikros hatte ich aber zuvor nie gesehen, sahen sie doch fast wie Katalysatoren oder Teilchenbeschleuniger aus. Selten habe ich ein besseres Klangerlebnis auf einem Konzert gehabt!
Weiter ging es dann mit Stone To Wake A Serpent, welches ebenfalls vom letzten Album von Isis stammt. Zwischen den Songs gab es lediglich eine Überleitung in Form von Synthiesounds, welche aber sehr reduziert daher kamen. Eine stimmliche Ankündigung des nächstens Songs oder auch mal ein "Thanks" gab es von Aaron Turner und seinen Kollegen nicht. Das war aber auch nicht nötig, denn die Atmosphäre, die Isis da von der Bühne aus ins Publikum hineintrugen, war nicht zuletzt aufgrund des tollen Klangs und der Energie einfach atemberaubend!
Als nächstes Stand der Titel Dulcinea auf dem Programm, welchen ich erst vor Kurzem auf dem im Jahre 2006 erschienenen In The Absence Of Truth Album so richtig für mich entdeckt habe. Was für ein Knaller live, unglaublich! Von Song zu Song steigerte sich die Intensität, mit der Isis ihre Songs zum Besten gaben und meine Freude und Begeisterung stieg nahezu ins Unermeßliche! Weiter ging es dann mit 20 Minutes / 40 Years, ebenfalls vom Wavering Radiant Album stammend. Auch dieser Song eine Wucht!
Was mir sehr auffiel war, dass die Musiker von Isis stark mit sich selbst und dem Spielen der Instrumente beschäftigt waren. Eine Interaktion zwischen den Musikern hat für mich nicht wahrnehmbar stattgefunden. Aber vielleicht ist das bei denen ja auch normal, ich habe auf jeden Fall keine Fehler oder dergleichen mitbekommen!
Backlit vom Panopticon Album von 2004 stand als nächstes auf dem Plan bevor es dann zum neuen Album mit dem Titel Ghost Key zurück ging. Als letzter Song vor der Zugabe wurde dem sehr entzückten Publikum dann noch Thresholf of Transformation dargeboten, welches das Finale des Wavering Radiant Albums darstellt und somit auch ein guter Abschluss zu dem Set von Isis gwesen ist.
Doch das geneigte Publikum war noch nicht gewillt Isis in den eigentlich verdienten Feierabend zu entlassen, dafür ging das Set mit der gebotenen Atmosphäre auch viel zu schnell an Einem vorbei. So ließen sich die 5 aus LA auch gar nicht lange bitten und enterten unter großem Applaus erneut die Bühne, um ihre Zugabe mit Carry vom Oceanic Album einzuleiten. Und ein wiederholtes Mal gab es mächtig was auf die Ohren, super Spannungsbögen und überhaupt. Zum Dahinschmelzen! Oder Abrocken! Oder am Besten beides! Als Abschluss gab es dann noch Altered Course zu hören, welches auch auf dem Panopticum Album zu finden ist!
Fazit des Abends: Isis sind die Könige des Post-Metals und wissen mit ihren Live-Darbietungen zu überzeugen! Wer die Chance hat sie live zu sehen, sollte diese unbedingt nutzen! Echt empfehlenswert! Und ich will noch mal von vorne!
01. Hall Of The Dead
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02. Stone to Wake a Serpent
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03. Dulcinea
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04. 20 Minutes / 40 Years
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05. Backlit
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06. Ghost Key
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07. Threshold Of Transformation
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Zugabe:
08. Carry
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09. Altered Course
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