Support: Constants
Nachdem dann also die Drei-Mann-Band Constants den Post-Rock Abend im Bahnhof Langendreer eingeleitet hatten standen gegen 20 vor 10 die aus Beverly in Massachusetts stammenden Caspian auf der Bühne.
Caspian wurde im Jahr 2003 gegründet und besteht aus den Musikern Philip Jamieson (Gitarre, Keys, Sampling), Calvin Joss (Gitarre, Glockenspiel), Joe Vickers (Drums), Chris Friedrich (Bass) und Erin Burke-Moran (Gitarre), der von der Band The Fly-Agaris Sky zu Caspian gewechselt ist. Ich hatte die Band zuvor noch nicht live gesehen, kenne aber deren Alben einigermaßen, welche einen großartigen Konzertabend vermuten ließen.
Die fünf Männer begaben sich also
an ihre Instrumente und legten, wie auch schon die Constants zuvor, mit mächtig Druck und ordentlichem Posertum los. Bemerkenswert ist der in der Mitte positionierte Gitarrist Philip, der unglaublich groß ist, was auf der erhöhten Bühne des Bahnhof Langendreer noch einmal wesentlich riesiger wirkte.
Die Fünf von Caspian powerten, was das Zeug hielt, und auch das mittlerweile zahlreicher gewordene Publikum ging entsprechend mit. Alle drei Gitarristen hatten eine Vielzahl an Effekten dabei, welche sie auch ausgiebig nutzten, um den Sound ihrer Songs perfekt rüberzubringen. Der Klang war im Vergleich zur Vorgruppe Constants viel besser abgemischt, es waren alle Instrumente detailliert zu hören. Imponiert hat mir auch das reduzierte Drumkit von Joe, welches lediglich aus einer Bassdrum, einer Snare, Hihat und zwei Becken bestand! Nicht gerade viel, doch er holte alles aus seiner Hütte heraus, was diese hergab; und es schien auch nicht zu einem Moment des Konzertes etwas an Schlagzeug das "fehlte". Dass man so minimalistisch ausgestatten einen derartigen Sound aus einem Schlagzeug holen kann war mir neu und beeindruckte mich!
Nach drei epischen und teilweise brachial dargebotenen Songs gönnten Caspian sich und dem Publikum eine erste Verschnaufpause und Philip nahm auf einem Stuhl Platz, um das Intro zum nächsten Song sauber in den Looper einzuspielen, wozu dann nach und nach die anderen vier Bandmitglieder ihre Parts spielten. Und schon ging es weiter mit dem wuchtigen Sound von Caspian, die Anwesenden drifteten immer weiter ab in die Klangwelt der Band und belohnten jeden Song mit begeistertem Applaus!
Im Laufe des Sets von Caspian bemerkte man, dass Gitarrist Philip anscheinend Probleme mit seinem Equipment hatte. Seine Gitarre kam zwischenzeitig arg kratzig daher und er versuchte in mehreren Anläufen das Problem zu beheben.
Dies gelang ihm aber leider nicht und man merkte ihm zunehmend seine Genervtheit aufgrund der Umstände an, was absolut nachvollziehbar ist. Dennoch ist er und die Band Caspian Profi genug, um sich davon nicht gänzlich beirren zu lassen und so zogen sie ihr Set so gut es ging und dennoch gekonnt durch. Auch Erin musste zwischenzeitig zur Gitarre von Will der Constants zurückgreifen, da ihm eine Seite gerissen war. Dieser Mangel wurde aber schnell von einem Techniker behoben und so konnte Erin nach einem Song wieder seine Gibson Les Paul spielen. Calvin spielte bei einem Song das mitgebrachte Glockenspiel zur Einleitung, ansonsten bearbeitete er seine schwarze Telecaster und moshte hier und da mächtig mit.
Gegen halb 11 setzte die Gitarre von Philip dann vollends aus, was von den Problemen seines Effektboards herrührte. Somit konnte er den letzten Song nur "roh" und ohne Effekte direkt über seinen Verstärker spielen, was dem Sound keinen Abbruch tat und der Song auch so, wie auch schon das bisherige Set von Caspian, technisch und emotional perfekt dargeboten wurde. Zu guter Letzt legten Calvin und Erin Ihre Gitarren zu Seite und schlugen auf zwei zusätzlich bereitgestellt Toms mit Drumsticks und machten den ohnehin schon gewaltigen Drumsound von Joe noch voller, bis der Song im Finale endete, bei dem Philip noch zusätzlich auf einer Standtom mitdreschte.
Danach mussten Caspian das Konzert beenden, was das Publikum aber so nicht durchgehen lassen wollte und lautstark nach einer Zugabe verlangte. Philip kam zurück auf die Bühne und entschuldigte sich für die entstandenen Probleme. Die Band habe nun 65 Shows am Stück gespielt, das Equipment habe nie Probleme gemacht, doch heute sei es leider so weit und diese seien nicht auf die Schnelle zu beheben. Die Band hätte gerne noch weitere Songs gespielt und Philip war sichtlich enntäuscht aufgrund der Umstände. Da Caspian aber Ende des Jahres wieder in Bochum seien - wobei ich der Meinung bin, Philip hat dies mit dem Auftritt im November im Café Steinbruch in Duisburg verwechselt - werde er sich an den heutigen Abend erinnern und Caspian ein extra langes Set spielen. Da freuen wir uns auf den nächsten bevorstehenden Gig von Caspian nach diesem tollen Konzertabend, den sie uns heute beschert haben!
Dieser Konzert-Bericht wurde eingesendet von Friedhelm S., vielen Dank dafür!
Nach längerem Anstehen (wegen des verzögerten Einlasses - Überprüfung der Karten auch mittels PA) konnten wir zu unseren Plätzen.
Die Vorband Combichrist war für
unseren Geschmack nur laut und sehr basslastig. Welche Musik das sein sollte hat
sich uns nicht erschlossen. Es war nur schlecht.
Pünktlich um 20 Uhr begann
dieses schlechte Schauspiel und endete...>>>
Bildergalerie vom Openair Werden 2010
weiter lesen...Support von: Junius, The Butterfly Explosion
Nun hatten wir nach dem tollen Beginn mit Junius an diesem Abend und dem darauf gefolgtem Auftritt von The Butterfly Explosion an diesem Abend mit rund 90 Minuten bereits so Einiges an Musik geboten bekommen, doch stand...>>>
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