Und schließlich war es dann soweit, nachdem wir die Auftritte von Moss und Temple Of Nothing bereits erlebt hatten und sich das Underground wieder sehr bis fast schon zu gut gefüllt hatte!
Electric Wizard betraten unter großem Applaus die Bühne und starteten ihr Set mit dem Song Funeralopolis. Und der Sound war wie auf Knopfdruck da, wie wir ihn uns von Electric Wizard wünschen!
Die dumpfe und düstere Verzerrung, die man von den Releases von Electric Wizard her kennt, stand mitten im Raum, noch dazu in ordentlicher Lautstärke, doch dieses Mal war es kein Sound aus der Konserve, nein, Electric Wizard standen leibhaftig vor uns und verzauberten den rappelvollen Laden im Nu! Das Publikum war voll und ganz von den Klängen gefangen, die Masse schaukelte im Takt mit, ob man nun wollte oder nicht. Doch wir wollten! Ein super Opener für den Auftritt von EW, die Stimme und Gitarre von Justin Oborn überzeugte vollends, ebenso der tiefe Bass von dem bis ins Gesicht tätowierten Tas, Liz Buckingham spielte in bekannter Manier souverän auf und Shaun Rutter bearbeitete seine Drums in Perfektion.
Als Folgetrack ohne viel Pause zum Atem holen folgte dann The Chosen Few vom Witchcult Today Album. Die satanische Melodie suchte sich seinen Weg in die Gehörgänge, der Bass grummelte in der Magengegend, Stimme und Drums taten ihr Übriges, um weiter in den Bann es Wizards gezogen zu werden. Und nicht anders lief es auch bei Dopethrone ab, die Band feuerte weiter ihren satanischen Stoner Doom auf ihre Anhänger ein, die Haare wirbelten sowohl im Publikum als auch auf der Bühne durch die Luft. Die beiden nächsten Stücke stammen vom gerade erst veröffentlichtem neuen Album Black Mass. Zunächst spielten Electric Wizard den Titelsong des Release, danach folgte das nicht minder treibende und hypnotisierende Night Child. Was ein Auftritt, den Electric Wizard uns hier an diesem Abend boten!
Doch noch war es nicht vorbei, weiter ging es mit zwei älteren Stücken, zunächst ertönte Return Trip aus den Lautsprechern, als Finale dann Devil's Bride vom selbstbetiteltem Album aus dem Jahr 1995. Und der Song wirkte keinesfalls altbacken, vielmehr schaffen es Electric Wizard ihre ganz eigene Vorstellung von Doom immer auf hohem Niveau neu zu definieren, jedoch ohne dabei eben alt oder langweilig zu werden!
Nach einer guten Stunde war dann aber leider mit dem genannten Titel der Spuk für diesen Abend vorbei. Die Kölner Partylandschaft ließ es leider nicht zu, dass Electric Wizard noch weiter spielen konnten, da gegen 22.30 Uhr der Konzertbetrieb so langsm eingestellt werden muss, damit die Party dann losgehen kann. Wirklich sehr schade, so hätte man Electric Wizard trotz des wirklichen sehr prall gefüllten Undergrounds sicher gerne noch ein paar Songs mehr gelauscht, um sich weiter in dem Rausch, den sie entfachten, zu verlieren.
Alles in Allem war dies ein wirklich sehr gelungener und doomiger Konzertabend, der mit den Belgiern von Temple Of Nothing schon auf hohem Niveau mit gutem Stoner-Rock begonnen hatte, mit Moss dann extrem düster und auf seine Art heftig wurde, und die Doomer von Electric Wizard ihrem Kultstaus absolut gerecht wurden! Ein besonderer Abend, der sicher einige Zeit im Gedächtnis bleiben wird!
Setlist - Electric Wizard - Underground, Köln
01. Funeralopolis
02. The Chosen Few
03. Dopethrone
04. Black Mass
05. Night Child
06. Satanic Rites Of Drugula
07. Return Trip
08. Devil's Bride
Veranstalter:
Teil 1 - Dunk!-Festival Bericht
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Support: kokomo., The Picturebooks
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