Gerademal knapp ein halbes Jahr ist es her, dass Karnivool uns in NRW beehrten. Damals im Luxor, noch total begeistert, war man sich fast einig: „so schnell werden wir die Australier hier leider nicht wieder bewundern können". Doch getäuscht! Zum Zweiten mal in diesem Jahr touren die fünf Musiker exzessiv durch unser Lande, diesmal mit „The Intersphere" als Support im Gepäck.
Das FZW bietet in seinem Club noch einigen Besuchern mehr Platz als der Laden damals in Köln und auch die große Bühne lässt auf eine gute Show hoffen. Entgegen unserer Erwartung füllte sich der Zuschauerraum auch rasch bis in die letzte Ecke. Ein im Schnitt sehr junges Publikum ließ uns zunächst vermuten, die ebenfalls jung anmutende Vorband würde aus der näheren Umgebung kommen und ihre Zuhörer mobilisieren. Doch weit gefehlt ...
Pünktlich um 20 Uhr starteten dann The Intersphere mit unbändiger Energie. Die Mannheimer überzeugten von der ersten Sekunde mit ihrer Spielfreude und dem breiten und groovigen Sound, der durch glockenklare hohe verträumte Gitarrenakkorde variiert wird. Die Musiker agieren zwar komplex aber niemals zu verkopft und der angenehme Gesang fusioniert mit den Harmonien der Gitarren zu einem beeindruckenden Gesamtsound. Obwohl gerade Bassist und Drummer sehr jung wirken, kann man dem Anheizer an diesem Abend beste Noten und eine fehlerfreie Darbietung attestieren. Da ist was Großes am kommen. Die Band darf man nicht aus den Augen verlieren!
Nach kurzem Umbau ging es dann auch direkt mit den Hauptakteur des Abends weiter. Die Besucher waren noch da, also waren sie doch nicht nur für die Vorband zugegen - wie man auch schnell aufgrund der äußerst wohlwollenden Publikumsreaktionen merkte. Die sichtlich gut aufgelegte Band zog die Besucher direkt in ihren Bann. Ein nahezu perfekter Auftritt der fünf Australier folgte. Der Fokus lag natürlich auf dem letzten 2009er Output „Sound Awake". Einzig bei ein zwei kleineren Passagen kämpfte der sympathische Sänger Ian Kenny mit den höheren Tönen, stach aber insgesamt durch seine Stimmsicherheit heraus. Wenn er dann mal nichts zu tun hatte versank der Frontmann sichtlich in der Musik seiner Mitstreiter und schien alles um sich herum zu vergessen. Neben der klassischen Rockinstrumentierung verstehen es Karnivool mit kleinen elektronischen Spielereien ihren Klang zu veredeln. So kommen elektronische perkussive Instrumente oder mit Effekten verfremdeter Gesang zum Einsatz. Niemals übertrieben, immer effektiv. Viele andere Klangcollagen entstehen aber mit ausgeklügelten Gitarrenarrangements. Nach etwa 1 ½ Stunden war der Spuk vorbei. Alle Beteiligten schienen zufrieden das FZW zu verlassen. Mit diesem Auftritt und dieser Tour beweisen Karnivool, dass sie kein Exot in der anspruchsvollen Rocklandschaft mehr sind. Spätestens mit dem nächsten Album sollten sie Europa im Griff haben!
Fotos von Jacques Moch, Nachbearbeitung: Marcel Moch
Support von And So I Watch You From Afar
zusammen mit kokomo.
Nach dem tollen Auftakt des abends durch kokomo. galt es wieder sich ein wenig die Zeit zu vertreiben, bis dann als nächtes The Picturebooks aus Gütersloh die Bühne des Druckluft entern sollten. Von den Picturebooks hatte ich bis dato noch nichts gehört, wusste daher...>>>
alle Fotos stammen von Verena Schlawe - myspace.com/schlawienerin
Ein Konzert-Bericht folgt in Kürze!
Bildergalerie
Und wieder einmal führte uns ein Konzert nach Dortmund in den Club des FZW, um sich dort den Auftritt der japanischen Post-Rock-Helden Mono anzuschauen. Dies war das erste Konzert von Mono, welche ich besuchen sollte, und nach allem, was man so von Mono-Auftritten gehört und gelesen hat war die Erwartungshaltung im Vorfeld schon recht groß.
Als Vorgruppe...>>>
weiter lesen...Schreibt eure lustigen, spannenden, Gänsehaut erzeugenden oder auch mal nicht so gelungenen Konzert-Erlebnisse in den Genres Post-Punk, -Rock, Doom, Metal, Instrumental, Noise, Avantgarde und Artverwandtem als Konzert-Bericht. Ebenfalls freuen wir uns immer über die neuesten Album-Reviews eurer persönlichen Favoriten in den genannten Stilarten. Werdet ein Teil des Profilneurotiker-Teams und lasst uns und Andere an euren Erlebnissen und Eindrücken teilhaben! Ab und an besteht auch die Möglichkeit mit verschiedensten Musikern und Bands ein persönliches Interview zu führen. Weiteren Vorschlägen in Form von konstruktiver Kritik oder Vorschlägen gegenüber sind wir natürlich auch immer aufgeschlossen.
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