Am Freitag, den 03.02.2012, spielte im Bochumer Bahnhof Langendreer eine der Bands der ersten Stunde des Genres Hamburger Schule auf. Die Rede ist von Die Sterne um den charismatischen Sänger und Gitarristen Frank Spilker. Eingeladen wurden die Herren, die schon seit 1992 gemeinsam als Die Sterne ihre Schallplatten veröffentlichen, von Coraille Booking. Die Sterne stehen aber nur im weitesten Sinne für die "typische" Hamburger Schule, ihre deutschsprachigen Stücke beinhalten Einflüsse aus Indie, Pop, Soul und Funk, stark verknüpft mit elektronischen Spielereien. Das letzte Album 24/7 hat zudem einen starken Bezug zum Disko-Sound der 70'er Jahre.
Der Bahnhof Langendreer füllte sich schon zu früher Stunde, Konzertbeginn sollte PÜNKTLICH um 20 Uhr sein. Dies aus dem Grunde, als dass nach dem Konzert noch eine Partyveranstaltung in den gleichen Räumlichkeiten des Bahnhof Langendreer stattfinden sollte. Demnach war die Location bereits um 20 Uhr bestens gefüllt und die Anwesenden schienen in freudiger Erwartung auf das bevorstehende Konzert der Sterne zu sein. Begonnen wurde natürlich nicht um Punkt 8, sondern erst gegen 20 vor 9...na ja, eigentlich auch ein besserer Startpunkt für ein Konzert, welches verspricht stark ins Tanzbein zu gehen!
Gleich zu Beginn fragte Frank Spilker das Publikum ob jemand wisse, ob Die Sterne schon mal im Bahnhof Langendreer gespielt hätten. Dass sie schon mal in der Matrix gewesen sind wussten ein paar Leute aus dem Publikum als auch Spilker selbst. Und schon startete das Konzert der Sterne ganz schnörkellos mit In diesem Sinn von dem aus dem Jahre 2004 stammenden Album Das Weltall ist zu weit. Und das Publikum war sofort beglückt und ging von Anfang an gut mit bei den Stücken, die Die Sterne an diesem Abend präsentierten. Die ersten fünf Stücke stammten von vergangenen Album, wie Universal Tellerwäscher, Trrmmer oder Aber Andererseits, bevor dann ein ganzer Block mit Songs des zuletzt erschienenen Albums 24/7 folgten. Ab hier legte Spilker auch seine Gitarre ab und bediente neben dem Mikrofon, welches speziell bei diesen Songs mit einem (neuartigem) Space-Echo versehen war, hin und wieder eine Rassel und auch eine Kuhglocke, ansonsten tanzte Herr Spilker auch gerne auf der Bühne auf und ab.
Zwischen den Songs hatte Spilker immer ein paar nette Worte für das Publikum zu dem nachfolgenden Songs parat. Los ging der Teil der „neuen" Stücke mit Gib mir die Kraft, gefolgt von Depressionen aus der Hölle und weiteren sehr tanzbaren Nummern des Albums. Und das Publikum machte beherzt mit und zumindest die ersten Reihen tanzten vergnügt zum Sound der Sterne. Nach vier weiteren Stücken von 24/7 folgten wieder ein paar Stücke älterer Werke der Sterne, als Finale des regulären Konzertteils diente Neblige Lichter - wieder vom letzten Album. Doch das Publikum wollte unbedingt noch mehr, und die Setlist, welche wir zuvor schon einsehen konnten, verriet uns, dass ein Zugabenteil auch seitens der Sterne vorgesehen war.
So ging die erste Zugabe, zu der sich Die Sterne nicht wirklich lange bitten ließen, mit Fickt das System aus den Anfangstagen der Band. Weiterhin gab es noch Stadt der Reichen, dann war nach gut 1 ½ Stunden ein tolles Konzert nach einem tollen Finale zu Ende.
1. In diesem Sinn
2. Big in Berlin
3. Aber Andererseits
4. Univesal Tellerwäscher
5. Trrrmmer
6. Gib mir die Kraft
7. Depressionen aus der Hölle
8. Nach fest kommt lose
9. Convenience Shop
10. Life in Quiz
11. Deine Pläne
12. Inseln
13. Wahr ist was wahr ist
14. Was hat dich bloss so ruiniert
15. Neblige Lichter
Zugabe:
Fickt das System
Stadt der Reichen
Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an Coraille Booking für die freundliche Unterstützung!
weitere Bilder vom Konzert findet ihr hier:
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