Eine Woche nach unserem Konzertauftakt des neuen Jahres mit Radare und den Obstacles ging es für uns seit langer Zeit mal wieder in die Domstadt Köln, genauer gesagt in den wunderbaren Kellerclub Tsunami! Dort geladen war die sich aus Berliner und Stockholmer Musikern bestehende Band Ray Omega, die das erste Mal in "Westdeutschland" spielten. Zuvor gab es von Ray Omega "nur" Auftritte in Dresden und Berlin sowie in Schweden zu erleben. Vorgruppe war die junge Kölner Punk-Band Ahab, die nicht zu verwechseln sind mit den Doom-Rockern!
Das Tsunami füllte sich kurz nach 21 Uhr recht schnell, geboten wurde anfangs elektronische Musik aus der Konserve. Gegen 22 Uhr begannen dann die vier Musiker von Ahab aus Köln mit Ihrem Set. Am Bass steht ebenfalls ein alter Bekannter, und zwar Michael von den (Ex-?) Hara-Kee-Rees, der auch bei Ahab seinen wirklich wunderschönen Rickenbacker-Bass spielt. So wie wir mitbekommen haben war dies einer der ersten Auftritte von Ahab in deren Heimatstadt Köln, ansonsten waren sie bisher nur auf Bühnen weiter weg aktiv. Ahab scheinen aber dennoch schon eine gewisse Fanschar zu besitzen, so wurde jeder ihrer Songs wild bejubelt, ein Song gar konnte von einem Teil des Publikums schon mit intoniert werden. Ahab machen deutschsprachigen Punk, der aber absolut nicht so platt und voller Blödeleien ist, wie man es von so manch anderer Band dieses Genres her kennt. Und auch wenn Punk nicht gerade unsere bevorzugte Musikrichtung ist machten Ahab einfach Spaß! Den vermittelten sie auch direkt und live und in Farbe von der Bühne, was sich umgehend aufs Publikum übertrug! Nach rund 30 - 40 Minuten waren Ahab dann fertig, sie mussten aber aufgrund der überschwänglichen Publikumsreaktionen einen Song noch ein weiteres Mal als Zugabe spielen. Aber wir denken das taten Ahab sicher gerne! Ein gelungener Auftritt, der vom Publikum entsprechend gewürdigt wurde und die Vorfreude auf die nachfolgenden Ray Omega nur noch steigerte!
Ganz besonders ins Auge fiel Sänger Love aus Schweden, der nicht nur mit seinem Antlitz Vergnügen stiftete, auch sein schwer sympatischer Gesichtsausdruck und sein Lachen während des Auftrittes von Ray Omega machte einfach unglaublich gute Laune. Hinzu kam die wirklich wunderbare Musik der Band, die uns zuvor in Teilen von der Myspace-Seite von Ray Omega her bekannt war. Es fügte sich Alles zu einem harmonischen Ganzen zusammen, der bis hierher konsumierte Alkohol tat sein übriges und animierte nicht nur uns zum aktiven Mitwippen. Dem restlichen Publikum schien der Auftritt der 5 jungen Männer sehr gut zu gefallen, was sich auch hier in angemessenem Applaus äußerte.
Eine knappe Stunde boten uns Ray Omega einen absolut gelungenen Auftritt, der für uns Zuhörer keine Pannen oder Verspieler beinhaltete. Das Schlagzeug kam taktsauber wie aus dem Drumcomputer (nur schäner), der Bass umschmeichelte den Rhythmus astrein, die Gitarre erklang in perfektem Zusammenspiel mit dem Keyboard und der Gesang setze dem Ganzen das I-Tüpfelchen auf. Einfach herrlich! Wer die Chance haben sollte Ray Omega einmal live zu sehen, sollte sich dies nicht engehen lassen!
Nach dem Konzert von Ray Omega skandierten die Leute etwas zögerlicher als zuvor bei Ahab "Zugabe", leider kam es dazu nicht mehr. Statt dessen schwenkte das Publikum um und forderte nun einen Auftritt von den Hara-Kee-Rees, schließlich waren alle Musiker anwesend (Organist/Saxophonist Torben führt den Tsunami Club). Zuerst schien es auch vor der Bühne auch so, als würden sich die Jungs drauf einlassen, doch was im Backstage lief wussten wir natürlich nicht. Doch dann ertönten letztendlich Klänge aus den Boxen, die der DJ für die nun anstehende Party aufgelegt hatte. Schade, aber okay, den Jungs sei verziehen! Schließlich waren wir ja auch für Ray Omega und Ahab ins Tsunami gekommen, die uns beide einen tollen Auftritt boten und uns einige liebe Menschen hat wiedertreffen lassen! Es war wunderbar, danke Euch!
http://www.myspace.com/omegadeathray
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weiter lesen...Text und Fotos: Jacques Moch, Bildbearbeitung: Marcel Moch
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