Schon
seit Wochen ist das Konzert des amerikanischen Fingerstyle-Gitarristen Andy
McKee im Kölner Gloria ausverkauft. Instrumentale Musik mit nur einem
Instrument klingt so schwarz auf weiß erstmal nicht ganz so aufregend und ein
wenig eintönig, doch der sympathische McKee begeistert schon seit etwa vier
Jahren die Internetgemeinde mit Videos seiner Stücke und erreichte damit zur
Überraschung Aller mehrere Millionen Menschen. Nun, ein paar Alben später tourt
der Gitarrist durch die Welt und zeigt, dass er mehr ist als nur eine
Internet-Eintagsfliege.
Das sich schnell füllende Gloria macht einen geräumigen Eindruck. Die frühen Besucher können es sich im Innenraum auf Stuhlreihen gemütlich machen und drum herum verteilen sich die weiteren Gäste. Es fällt auf, dass es - obwohl ausverkauft - nicht unangenehm voll ist. Man steht einander nicht direkt auf den Füßen und so kann man den Abend entspannt entgegen blicken. Auf der Bühne präsentieren sich erstmal nur die drei akustischen Gitarren des Ausnahmegitarristen, die die Neugier einiger Konzertbesucher wecken.
Kurz nach 20 Uhr betritt der Hauptakteur des Abends die Bühne. Simpel gekleidet in T-Shirt und Jeans wirkt er, als wäre er einer von uns, nicht abgehoben und direkt mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Das kann man ihm auch nachfühlen, das Publikum feiert den Musiker von Beginn an, ohne überhaupt eine Note gehört zu haben. Als erstes nimmt sich McKee seine akustische Gitarre mit „slanted Frets", schräg eingelassenen Bünden die für für ein ergonomischeres Greifen und ausgewogeneren Klang des Instrumentes sorgen sollen. Seine beeindruckenden Fähigkeiten ermöglichen es ihm Bassstimme, Melodie und Percussionelemente gleichzeitig auf die Gitarre zu bringen. So stehen ihm genug klangliche Ausdrucksmittel zur Verfügung um die Konzertbesucher über lange Zeit zu fesseln. Die geschmackvolle Lichtshow im Gloria passt perfekt zur Performance von McKee. Die Begeisterung des Publikums ebbt auch im Laufe des Konzertes nicht ab und der Gitarrist dankt es dem Publikum mit seiner extrem lockeren Art und ist bemüht viel mit dem Publikum zu reden. Er wirkt selber noch etwas überwältigt von den guten Reaktionen vor ihm und spricht oftmals seine YouTube Videos etwas amüsiert an. Mit Anekdoten über seine Songs hält er das Publikum bei Laune während der Musiker nach fast jedem Stück seine Gitarre für andere Songs anders Stimmen muss, was auch bei einem Profi ein wenig Zeit in Anspruch nimmt.
Weitere Abwechslung schafft er in seinem Programm durch seine anderen Instrumente. Eine Baritongitarre gibt ihm klanglich noch mal ein neues Ausdrucksmittel. Interesse weckt allerdings vor allem seine „Harfengitarre". Eigentlich eine normale Gitarre, mit sieben dicken Basssaiten oberhalb, die ohne Gitarrenhals, eben wie Harfensaiten gespielt werden. Neben den Stücken seiner Alben präsentiert Andy McKee auch diverse Coverversionen. Sei es nun ein Popstück aus den 80ern von Tears for Fears oder von hochgeschätzten Fingerstyle Kollegen. Mit einer kleinen Pause im Programm ist der Spuk nach etwa 90 Minuten Spielzeit gegen 22 Uhr zu Ende.
Ein beeindruckender Musiker. Andy McKee schafft es einen allein durch sein Gitarrenspiel und seine sympathische Persönlichkeit zu fesseln. Die angesetzte Konzertdauer war genau richtig um das ausverkaufte Gloria zufrieden zu stellen. Wer wollte konnte nach dem Konzert seine CDs noch von dem Musiker unterschreiben lassen oder einfach ein paar Worte mit ihm wechseln. Weil das Konzert schon so früh ausverkauft war gibt es für alle, die es verpasst haben am Mittwoch den 18.05.2011 einen Zusatztermin im Gloria in Köln. Sollte man nicht verpassen!
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an das Konzertbüro Schoneberg für die freundliche Unterstützung!
Obwohl das letzte Studioalbum von Fates Warning „FWX" vor mittlerweile sieben Jahren erschienen ist beglücken die Amerikaner momentan Europa mit ein paar handverlesenen Shows. Allerdings darf man sich laut ihrer Homepage auch über ein neues Album, das nach der Tour angegangen werden soll, freuen. Die 1983 gegründete Progmetal Band kann mittlerweile auf eine stattliche Veröffentlichungsliste zurückblicken und hat...>>>
Gestern fand im Rahmen des Ambientfestivals Zivilisation der Liebe, welches bereits zum sechsten Mal stattfindet, den zweiten Tag zu erleben. Als außergewöhnlicher Spielort dient die Kölner Basilika St. Aposteln, die im Innern durch Dia- und Video-Projektionen sowie Lichtspielen in eine ungewöhnliche Atmosphäre getaucht wird. Das dreitägige Festival steht in diesem unter dem Motto De...>>>
Text und Fotos: Jacques Moch, Bildbearbeitung: Marcel Moch
Als
letzte Station in Europa der „League of Extraordinary Djentlemen" Tour führte
es die Washingtoner Djent-Band „Periphery" ins kleine gemütliche Underground in
Köln. Als Unterstützung mitgereist waren die beiden englischen Gruppen „Monuments"
und „The Safety Fire".
Im
Vorfeld...>>>
Text und Fotos: Jacques Moch, Bildbearbeitung: Marcel Moch
Nach kurzem
Umbau ging es dann nach der Vorgruppe Bilk endlich los mit den Hauptakteuren des Abends. Es wurde
deutlich voller und erwartungsvolle Stimmung erfüllte die nahezu ausverkaufte
Werkstatt. Zu diesem Zeitpunkt war das neue Album „Feuerengel" erst einen Tag
erhältlich und nicht viele wussten, was...>>>
![]()
Den Auftakt an diesem Eröffnungsabend der c/o pop im Kölner Gloria bereiteten uns Kiss Kiss Kiss aus
Århus, bevor uns nun als zweite Band des dänischen Abends die Männer von WhoMadeWho bevorstanden.
WhoMadeWho haben wir schon mehrfach bewundern dürfen, im Gebäude 9 im Jahr 2009 und auf dem Dour-Festival. Jedes Mal war es...>>>
weiter lesen...
Tag 1 des Traumzeit Festivals 2011 hatte uns ein gemütliches Sitzkonzert mit Nils Koppruch, einen leider etwas den gesteckten Erwartungen hinterher hinkenden Auftritt von Mogwai, die zauberhaften Klänge von Ólafur Arnalds und der einzig und allein als erstes Highlight zu bezeichnendem Performance von Caribou schon...>>>
Letzten Freitag gab es erneut ein tolles Kontrastprogramm zu dem Jeckentreiben zu erleben, und zwar zog es uns in die Bochumer Christuskirche, in welcher die Kollegen von Thepostrock.de einen Ambient/Drone-Konzertabend mit den Künstlern Nadja und N veranstaltet haben.
Nach Ankunft an der Christuskirche gegen 20 Uhr haben sich einige Gäste eingefunden, um diesen speziellen Abend miterleben zu können. Einige Zeit später wurde dann die...>>>
weiter lesen...Schreibt eure lustigen, spannenden, Gänsehaut erzeugenden oder auch mal nicht so gelungenen Konzert-Erlebnisse in den Genres Post-Punk, -Rock, Doom, Metal, Instrumental, Noise, Avantgarde und Artverwandtem als Konzert-Bericht. Ebenfalls freuen wir uns immer über die neuesten Album-Reviews eurer persönlichen Favoriten in den genannten Stilarten. Werdet ein Teil des Profilneurotiker-Teams und lasst uns und Andere an euren Erlebnissen und Eindrücken teilhaben! Ab und an besteht auch die Möglichkeit mit verschiedensten Musikern und Bands ein persönliches Interview zu führen. Weiteren Vorschlägen in Form von konstruktiver Kritik oder Vorschlägen gegenüber sind wir natürlich auch immer aufgeschlossen.
Falls Du Interesse daran hast in einem kleinen lockeren Team mitzuwirken, dann keine Scheu, melde Dich einfach über unser Kontaktformular! Wir suchen keine Profis, es reicht wenn Du in ambitionierter Weise Lust am Schreiben verspürst!
Wie ihr wisst haben wir auf unserer Webseite auch eine Rubrik für Album-Besprechungen aus den verschiedensten Genres. Sendet uns bitte keine Alben zur Bemusterung für ein Review auf unserer Webseite ohne vorherige Absprache zu! Wir sind ein ganz kleines Team und können nicht jeder Zusendung gerecht werden. Da wir auch niemanden enttäuschen wollen ist es für beide Seiten das Beste im Vorfeld eine kurze Mail an uns zu richten, wir werden in jedem Fall auf Eure Anfrage reagieren!
