Nach dem Auftritt von Nils Koppruch im wunderschönen Foyer des Pumpenhauses hatten wir noch ein wenig Zeit, um das Festivalgelände zu erkunden und uns ein wenig zu stärken. Einen kurzen Abstecher machten wir in die Gießhalle, in der zu diesem Zeitpunkt das Hsaing Waing Ensemble Hein Tint aus Myanmar/Burma ihren Sound spielte. Dieser erinnerte mit seinen exotischen Instrumenten ein wenig an Musik aus der Karibik, obwohl geografisch gesehen diese zwei Orte ja doch ein ganzes Stück weit auseinander liegen. Insgesamt war es interessant, und reizte aber der bevorstehende Auftritt von Caribou in der Kraftzentrale mehr, sodass wir uns dorthin auf den Weg machten.
Daniel Snaith aka Caribou (und auch Manitoba) kommt aus Kanada und ist seit einigen Jahren sehr populär mit seiner Musik, die LoFi-Elektronik, Sixties Pop und Techno miteinander kombiniert. Sein im letzten Jahr erschienenes Album Swim stoß allernorts auf fast schon überschwengliche Kritik, es brilliert mit seinen extrem tanzbaren Stücken, die sich irgendwo zwischen Psychedelic und Techno einpendeln.
Beim Traumzeit Festival 2011 war Caribou zu einer fünfköpfigen Liveband angewachsen. Die Bühne in der Kraftzentrale war mittig platziert und umringt von vier Tribünen, auf denen bereits einige Menschen Platz genommen hatten. Einige wenige hatten zwischen Tribüne und der Bühne auf dem Boden ihren Platz gefunden, um das Konzert von Caribou aus nächster Nähe zu verfolgen. Das Equipment der Band war sehr kompakt arrangiert, sodass die Musiker nicht wie sonst nebeneinander positioniert waren sondern in einer Art Kreis mit direktem Blickkontakt zueinander und dem Publikum im Rücken (natürlich je nach Körperhaltung der Musiker). Diese doch außergewöhnliche Anordnung passte wunderbar zu der Show von Caribou. Und auch Sound und Licht waren auf höchstem Niveau, und so wurde der Auftritt von Caribou zu etwas ganz besonderem!
Das Publikum war recht gemischt, von etwas älteren Jazzfans hin zu jungen trendigen Hipstern. Vermutlich aufgrund dieser ungewöhnlichen Mischung fehlte es ein wenig an Stimmung, die dem Auftritt von Caribou nicht gebührend gewesen ist. Denn was Caribou dort auf der Bühne anstellten war schon atemberaubend! Dennoch sprangen im weiteren Verlauf des Konzertes einige jüngere Besucher auf und tanzten zum Sound von Caribou, wie es sich auch gehört!
Das Eis brach dann beim letzten Song von Caribou, als Daniel Snaith die Leute bat doch etwas näher zu treten. Er deutete mit einer Geste einen engen Kreis um die Band herum an, und das Publikum kam gerne seiner Bitte nach. So waren geschwind eine Vielzahl von Menschen direkt um die Band verteilt, die dann auch zum grandiosen Finale von Caribou ordentlich mitfeierten. So macht das richtig Spaß, der Auftritt von Caribou wird uns sicherlich noch lange in Erinnrung bleiben! Wir waren (uns sind es noch) begeistert!
Ein herzliches Dankeschön an das Traumzeit Festival 2011 für die freundliche Unterstützung!
Ausführliche Berichte und natürlich weitere Bilder zu den Konzerten vom Traumzeit Festival gibt es in Kürze hier auf profilneurotiker.com!
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