Am Sonntag, den 01.02.2009, führte mich meine Konzertlust nach einem ohnehin schon ereignisreichen Tag abends nach Duisburg ins Café Steinbruch, um mir dort die von mir sehr verehrten Gregor Samsa aus den USA anzuschauen. Wer als Vorgruppe auftreten sollte, wusste ich im Vorfeld nicht. Es war die Band Kom aus Deutschland, von der ich bis dato noch nichts gehört hatte.
Eine schnelle Recherche ergab dann, dass Kom aus NRW kommen, und zwar aus Münster, Dortmund und Düsseldorf. Sie selbst beschreiben ihre Musik auf ihrer Myspace-Seite als experimentellen Indie, was man weitestgehend auch so sagen könnte. Die Band Kom besteht aus vier Bandmitgliedern, zwei Gitarristen, einem Bassisten sowie einem Schlagzeuger. Die Musik von Kom kommt live fast komplett ohne Gesang aus - was allerdings auf ihren Hörproben bei Myspace weniger der Fall ist - und hat diese Leise-Laut-Leise-Passagen, die ich so sehr mag, in ihr "Konzept" aufgenommen.
Der Auftritt von Kom gefiel mir persönlich im ordentlich gefüllten Café Steinbruch überaus gut und macht neugierig auf mehr von dieser Band. Ein mal mehr, dass mich schon eine Vorgruppe, von der ich gar nichts wusste und die ich so gar nicht auf dem Plan hatte, in voller Linie überzeugt hat! Gut gemacht, Jungs!
Danach folgte dann die Umbaupause, in der sich die insgesamt sieben Musiker von Gregor Samsa, davon 5 Männer und zwei Frauen, auf ihren Auftritt vorbereiteten und ihre Instrumente aufbauten und stimmten. Und dann konnte es auch schon losgehen...
Gregor Samsa, deren Namen sie einer der bekanntesten Erzählungen von Franz Kafka entliehen haben, sind bekannt für ihre Melancholie und ihre gleichzeitige Euphorie in fast schon Noise-artige Passagen abzudriften. Vorrangig sind aber eher die ruhigen Töne der insgesamt sehr klassisch gehaltenen Instrumentierung vorherrschend und fangen den Zuhörer mit Leib und Seele! Man möge es Postrock nennen, erinnern tun Gregor Samsa sehr stark an die wunderbaren Godspeed You! Black Emperor, Silver Mount Zion oder auch an die Red Sparrowes oder Grails. Alles in Allem also eine wunderbare feinfühlige Angelegenheit, die den Konzertbesucher in die Musik von Gregor Samsa eintauchen und schweben lässt!
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Die beiden Köpfe der Band, das Ehepaar Champ und Billy Bennett, verzücken mit ihrem stark reduzierten Piano- bzw. Gitarrenspiel und verzaubern mit ihren säuselnden Stimmen das Publikum, was eine wunderbare Atmosphäre entstehen lässt. Die beiden Köpfe der Band Champ Bennett und Nikki King verzücken mit ihrem stark reduziertem Piano- bzw. Gitarrenspiel und verzaubern mit ihren säuselnden Stimmen dsa Publikum, was eine wunderbare Atmosphäre entstehen lässt. Vor allen Dingen wenn die beiden im Duett um die Wette flüsternd singen. Hinzu kommt die Geige der Violinistin Mia Matsumiya, ab und an ertönt eine Oboe, ein weiteres Keyboard steuert seine Klangfarben zu diesem entstehenden Gemälde hinzu. Das Gesamtkunstwerk wird dann noch durch einen Bassisten, einen weiteren Gitarristen und den ebenfalls stark reduziert agierenden Schlagzeuger komplettiert.
Der Auftritt von Gregor Samsa umfasste einige Stücke des neuen Albums Rest, es kamen aber auch einige Songs des Debuts 55:12 zum Tragen, im wahrsten Sinne des Wortes! Der Gig überzeugte in voller Linie und hat dem Sonntag Abend einen fulminanten Abschluss voller Pathos, Melancholie und Träumerei beschert. Besser kann es kaum sein!
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Antwort #2 am: 16. Apr. 2009, 11:12:55 Uhr