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Die
nächste Vorband Murmansk war leider für diesen Abend ein Fehlgriff. Die Gruppe
aus Finnland spielte einen introvertierten Post-Rock mit hektischen Drums und
sehr im Vordergrund spielenden Bass. Die Stücke bauten sich atmosphärisch auf
Wiederholungen der immer gleichen Motive auf worüber sich der einfach gehaltene
Gesang von Sängerin Laura legte. Oftmals glitt diese in unangenehm hohe Töne ab
oder strapazierte mit lauten Schreien die Ohren des Publikums. Interaktion mit den
Zuschauern blieb auch größtenteils aus.
Ob es nur
an schlechten Sound und eine unpassenden Konstellation der Bands an diesem
Abend lag ist schwer zu sagen, aber der Funke sprang leider nicht über und
manch einer war erleichtert als es vorüber war.
Schon von
einem langen Abend ermüdet war man dann froh endlich den „Star" des Abends zu
sehen. Die Gruppe Karnivool aus Australien betourte zum ersten Mal ausgiebig
Europa, um ihre frisch erschienende CD „Sound Awake" zu bewerben. Vom ersten
Moment hatte man das Publikum mit den meist aktuelleren Songs in der Hand. Dazu
trug nicht zuletzt die energiegeladene und „hungrig" wirkende Show der Band und
das sympathische Auftreten von Frontmann Ian Kenny bei. Die Klänge zwischen
Alternative Rock, Progressive Rock und gar Metal kamen glasklar aus den Boxen
und auch die musikalische Sicherheit der Akteure ist bewundernswert: Eine
Musik, die dermaßen von musikalischen Details lebt, (mit geringsten Abstrichen)
so gut live darbieten zu können, setzt schon ein dickes Ausrufezeichen hinter
diese Performance. Sicher wird die Band nach der Veröffentlichung die
Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdient und bei einer nächsten Tour nur noch
in größeren Hallen zu finden sein. Zu wünschen ist es den fünf Musikern mit
ihrer erfrischenden Musik auf jeden Fall.
Weiter Infos zu Karnivool gibt es hier:
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