Nun hatten wir an Tag 2 vom Traumzeit Festival 2011 nach dem Auftakt mit Zu und dem anschließendem Auftritt von The Weakerthans schon das Ein oder Andere erlebt, doch es ging natürlich weiter. Als nächstes stand das Konzert von Kreidler aus Düsseldorf im Foyer des Pumpenhauses auf dem Progrramm. Nachdem wir die Band beim c/o pop Festival verpasst hatten und auch sonst immer irgendwie an ihnen vorbeigeschlittert waren, sollte es also heute Abend unsere Premiere mit Kreidler geben, auf die wir sehr gespannt waren.
Kreidler haben bereits 1994 ihre erste Scheibe auf einem kleinen Pariser Label veröffentlicht, zu den Gründungsmitgliedern zählten Thomas Klein (Drums), Andreas Reihse (Synths), Detlef Weinrich (Synths) und Stefan Schneider. Letzterer verließ die Band aber einige Jahre später, um die Band ToRoccocoRot zu gründen. Dafür bedient heutzutage Alex Paulick Bass und Gitarre. Kreidler sind sehr umtriebig tätig, so veröffentlichten sie nicht nur bis dato 17 Alben, sondern engagieren sich auch in der Kunst, im Theater oder auch in Filmen. Ihr Sound steht für einen experimentellen Mix aus Elektronika, Kraut- und Post-Rock. Mit ihrem aktuellen Release Tank besinnen sie sich wieder auf das traditionelle Versändnis des Bandtums und spielen wieder mit Schlagzeug, Gitarre, Bass und natürlich den elektronischen Klangerzeugern.
Wie oben erwähnt hatten wir Kreidler bisher noch nicht live erlebt, die relativ volle Halle des Foyers ließ auf viele Interessierte schließen. Und so starteten sie recht pünktlich mit ihrem Set, welches grötenteils von Songs des aktuellen Longplayers Tank dominiert wurde. Die Musik von Kreidler ist sehr rhythmisch orientiert und lässt schnell die Beine im Takt mitwippen. Uns gefiel sehr die Kombination aus fremdartigen Synthie-Klängen in Kombination mit dem tollen Schlagzeugspiel und dem wechselndem Einsatz von Gitarre und Bass. Die Songs von Kreidler entfachten trotz ihrer Monotonie (oder gerade deswegen) fast einen träumerischen Zustand, der sich durch das Set von Kreidler fortsetzte. Uns und auch dem Publikum gefiel der Auftritt von Kreidler ausgesprochen gut, die Songs hatten eine mystische Atmosphäre und machten neugierig auf das, was in ihnen noch kommen sollte.
Ein tolles erstes Mal mit Kreidler aus der Heimatstadt! Gerne schauen wir uns die Band in Zukunft noch mal an, mit hoffentlich genau so gutem Publikum in gerne auch ähnlich hübscher Location wie dem Foyer des Pumpenhauses! Der Sound war beim Auftritt von Kreidler ebenfalls bestens, so gab es Nichts auszusetzen! Nun aber waren wir abermals gespannt, denn als nächstes stand ein Auftritt der lokalen Truppe von Bohren & Der Club Of Gore auf dem Plan, den wir uns auf keinen Fall entgehen lassen wollten!
Ein herzliches Dankeschön an das Traumzeit Festival 2011 für die freundliche Unterstützung!
Ausführliche Berichte und natürlich weitere Bilder zu den Konzerten vom Traumzeit Festival gibt es in Kürze hier auf profilneurotiker.com!
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