Nach dem rund 40 minütigem Set von Burden ging es noch mal hinaus in den Biergarten, um sich entspannt auf den bevorstehenden Gig von Mastodon aus Atlanta vorzufreuen. Vorfreude ist schließlich die größte Freude, und so verging die Umpaupause auch zügig und das Publikum schlenderte langsam aber sicher zurück in die Halle des FZW.
Das FZW hätte noch ein paar Leute mehr vertragen können, in den hinteren Reihen war es recht luftig. Doch bis hin vor die Bühne wurde es unweigerlich immer enger, was natürlich in der angekündigten Band Mastodon, die seit 2000 ihr Unwesen treibt, begründet liegt. Ihr Stil bewegt sich souverän und munter zwischen den verschiedensten Genres der härteren Rockmusik. Mastodon verstehen es Prog-Rock mit Math- und Hardcoreelementen zu vereinen, hin und wieder driften sie auch mal in Sludge und dunklere Metalabteilungen ab, das alles verbunden mit einer imensen Spielfreude, wie die vier Männer uns an diesem Abend im FZW eindrucksvoll bewiesen haben!
Die vier Mannen von Mastodon sind alle für sich schon rein optisch ihrem Sound verschrieben. Lediglich Drummer Brann Dailor tauchte bartlos auf, hingegen wuchs von Bill Kelliher (Gitarre) über Troy Sanders (Bass) zu Brent Hinds (Gitarre) die Bartdichte immer mehr an, und auch die Anzahl der Tattoos, die an den Körpern kunstvoll gestochen wurden, ist in leicht veränderter Reihenfolge angesteigen.
Gegen 21.15 Uhr betraten Mastodon die Bühne der großen Halle im FZW und wurden bereits begeistert vom gut gelaunten Publikum empfangen. Von da an spielten sie sich munter und energievoll durch ihre Alben, begonnen mit Iron Tusk von Leviathan und einigen Songs des auch in 2003 erschienenen Remission Albums (March Of The Fire Ants, Where Strides The Behemoth und Mother Puncher) zu Cirlce Of The Cysquatch (Blood Mountain, 2006), noch mal zurück zu '03 dann schließlich vor einer ersten kurzen Verschnaufpause beim Titelsong vom letzten Album Crack The Skye (2009) zu landen.
Während des gesamten Sets richtete "Lead-Sänger" Troy kein Wort ans Publikum, wozu auch, die Band hat eine Menge an Material zu bieten und fegt einen Sturm nach dem anderen über die Bühne. Das Licht passte perfekt, ebenso die wirklich gute Musikanlage des FZW, die den variantenreichen Sound von Mastodon, sei es in den schnellen Abgehpassagen als auch in den Solis der (vorwiegend) Gitarristen. Insgesamt ein dicker Daumen nach oben, dass Bands wie Mastodon ihre beeindruckende Bühnenshow in solch einem angemessenen Rahmen präsentieren können. Das muss auch den Vieren von Mastodon gefallen haben, ebenso wie dem mitgehenden Publikum, und so rockten sich Mastodon in nahezu technischer Perfektion an ihren Instrumenten von einem Knüller zum nächsten!
Das Set von Mastodon währte rund 75 Minuten und hatte noch die volle Packung Metal in seinen vielen Facetten für das gierige Publikum zu bieten. Haare wehten (von Band und Publikum), Fäuste wurden in die Luft gereckt, es wurde mitgeschrieen, gesungen, gefeiert! Leider kam es aber zu keiner Zugabe mehr an diesem Abend, dennoch lieferten Mastodon ein solides und tonnenschweres Stück Musik ab, Burden als Vorgruppe passten sehr gut in das heutige Programm und boten einen ansprechenden Auftakt des Abends! Noch mal Daumen hoch, mit Dank an das FZW, den Support Burden und den Hauptact Mastodon - und natürlich ans Publikum, die den Abend schlußendlich zu einer runden Sache machten.
Setlist Mastodon, 07.06.2011 FZW, Dortmund
1. Iron Tusk
2. March of the Fire Ants
3. Where Strides the Behemoth
4. Mother Puncher
5. Circle of Cysquatch
6. Aqua Dementia
7. Crack The
Skye
8. Ghost of Karelia
9. Sleeping Giant
10. The Wolf Is Loose
11. Crystal Skull
12. I Am Ahab
13. Seabeast
14. Capillarian Crest
15. Bladecatcher
16. Colony of Birchmen
17. Megalodon
18. Blood and
Thunder
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