Der Auftritt von Caribou in der Kraftzentrale war wirklich schon umwerfend und konnte wohl kaum noch getoppt werden an diesem Abend. Doch als nächste spielten in der Gießhalle die Schotten Mogwai auf, die wir bisher live noch nicht erleben konnten. Nach allem Hörensagen sollen auch die live sehr gut rüberkommen, daher waren wir hier ebenfalls sehr gespannt, was uns präsentiert werden würde.
Die Gießhalle hatte sich schon ziemlich gut gefüllt, mittlerweile war auch die Sonne unter gegangen und die Illumination des alten Hüttenwerkes entfaltete seine ganze Pracht. Der Zuschauerraum der Gießhalle ist wie in einem Amphittheather stufig angeordnet, sodass man eigentlich von jeder Position aus sehr gut das Geschehen auf der Bühne verfolgen konnte. Der große "Graben" vor der Tribüne war zunächst noch fast menschenleer, was sich aber relativ schnell änderte. Dies muss man allgemein sagen, die Bewegungsfreiheit auf dem Festival-Gelände war zwar hier und da eingeschränkt, so konnte man zum Beispiel nicht die Aussichtsplattformen des Landschatfsparks Duisburg Nord hinauf steigen. Doch in den Venues selbst hatte man die größtmögliche Bewegungsfreiheit, was die ganze Sache noch entspannter und interessanter machte.
Mogwai fingen ein wenig verpätet an, doch gegen viertel nach 11 starteten sie ihr Set in der Gießhalle beim Traumzeit Festival 2011. Viele Stücke des neuen Albums Hardcore Will Never Die But You Will wurden von der Band auf der großen Bühne gespielt. Hinter ihnen war eine große Prjektionsfläche, auf welcher passend zur Musik Videos gespielt wurden. Die Lichtshow war sehr dezent und relativ dunkel gehalten, passte aber gut zum Sound von Mogwai. Wir durchstreifeten den Zuschauerraum einige Male und egal wo man sich befand, der Sound war immer erstklassig! Kompliment ans Traumzeit Festival, denn auch die von uns bisher besuchten Konzerte von Nils Koppruch und Caribou bestachen allesamt durch exzellenten Sound und eine tolle Lightshow! Doch irgendwie sprang der Funke beim Auftritt von Mogwai (zumindest bei uns) nicht so ganz über. Der Applaus zwischen den Songs war ebenfalls recht verhalten, sodass wir vermuten, dass es einigen Besuchern ähnlich erging. Schade, oder vielleicht hatten wir unsere Erwartungen an Mogwai einfach zu hoch geschraubt. Ein Vergleich fehlt uns da leider, vielleicht können sie uns in Zukunft mehr von Ihren Qualitäten, die sie zweifelsohne zu haben scheinen, überzeugen.
Ein herzliches Dankeschön an das Traumzeit Festival 2011 für die freundliche Unterstützung!
Ausführliche Berichte und natürlich weitere Bilder zu den Konzerten vom Traumzeit Festival gibt es in Kürze hier auf profilneurotiker.com!
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