Nachdem uns nun also schon N mit seinen Klangskulpturen in andere Dimensionen schweben ließ kamen nach nur kurzer Pause die beiden Musiker des kanadischen Drone-Duos Nadja auf die "Bühne" in der Christuskirche.
Nadja stammen ursprünglich aus Toronto, leben mittlerweile aber in Berlin. Das Duo rekrutiert sich aus Leah Buckareff und Aidan Baker, den wir kürzlich schon mit seinem Solo-Auftritt im Subrosa bewundern durften. Die beiden Musiker haben sich ihren Platz direkt mittig vor dem Altarsockel gesucht und haben ihre Effektboards auf einem einfachen Tisch platziert, der vor ihnen steht. Aidan Baker wie üblich an der Gitarre nach vorne (oder auch mal seitlich) schauend, Leah Buckareff bediente ihren Bass mit dem Rücken zu den Kirchenbänken, auf denen sich die Gäste dieses Konzertabends befanden.
Das Set von Nadja unterschied sich zu dem von N schon alleine dadurch, dass bei ihnen ein Drumcomputer zum Einsatz kam, der mal mehr mal weniger stark rhythmische Akzente setzte, zu denen Mr. Baker und Mrs. Buckareff ihre dronigen Sounds beisteuerten. Die Soundwände der Beiden waren größtenteils verzerrt und erschafften in Kombination mit dem Licht und dem Kirchenraum eine ganz besondere und eigene Atmosphäre.
Zwischenzeitig verwendeten die Musiker einen Bogen, welchen sie zur Klangerzeugung ihrer Saiteninstrumente nutzen. Hinzu kamen diverse andere kleine Helferlein, wie zum Beispiel ein Bottleneck oder auch ein Diktiergerät, welches nah an die Tonabnehmer der Gitarre gehalten ebenfalls interessante Klänge erzeugte und an Field_Recordings erinnerte.
Das Set von Nadja währte nur minimal länger als das von N und war nach rund 50 Minuten Spielzeit dann auch am Ende angelangt. Der anschließende Applaus zollte den Künstlern den angemessenen Respekt und ebbte erst nach einiger Zeit ab. Auch der Auftritt von Nadja war Etwas, was man nicht oft in dieser Form geboten bekommt, vor allen Dingen in Kombination mit dem Veranstaltungsort, der Bochumer Christkirche, die für diese Art Event ein idealer Austragungsort gewesen ist. Äußerst positiv empfanden wir auch bei beiden Auftritten, dem von N sowie dem von Nadja, dass die gespielte Lautstärke für solch einen Rahmen nicht zu leise war, wie man es hier und da an solchen Spielstätten leider des öfteren erlebt. Auch die reduzierte Lichtstimmung, die die Christuskirche teilweise nur minimal erleuchtete, war absolut passend zu den gebotenen Klängen der drei Künstler dieses Abends! Prädikat: besonders empfehlenswert!
An dieser Stelle sei auch gleich an ein ähnliches Event hingewiesen, welches am 17.5. ebenfalls in der Christuskirche zu Bochum stattfinden und auch von den Kollegen von Thepostrock.de veranstaltet wird. Dann werden die beiden Künstler Barn Owl und Jeffre Cantu-Ledesma einen ähnlichen Abend in der Christuskirche zelebrieren! Auch hier gilt: absolut empfehlenswert!
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