Nach dem kurzweiligen Auftritt von Saade gingen wir erst mal an die frische Luft, das FZW war schon recht gut aufgeheizt an diesem Samstag-Abend. Der Umbau für den bevorstehenden Auftritt der Russian Circles dauerte aber nicht all zu lange an, sodass wir uns rechtzeitig wieder vor die Bühne des FZW-Clubs begaben. Auch bei den Russian Circles war das Drumkit von Dave Turncrantz am vorderen Bühnenrand platziert, was uns die Sicht auf den Bassisten Brian Cook leider versperrte . Aufgrund dessen, dass das FZW nun mittlerweile recht gut besucht war, war ein zwischenzeitiger Wechsel von der einen Bühnenseite zur Anderen auch nicht so einfach möglich. So nahmen wir unseren Platz vor Gitarrist Mike Sullivan ein, der ähnlich gewandet und besohlt wie beim Auftritt im Gebäude 9 vor wenigen Wochen gewesen ist. Auch Turncrantz war wieder in schlicht weißem T-Shirt auf der Bühne, Cook konnten wir ja leider nicht sehen. Und ihn zu hören war an diesem Abend auch nicht so ganz einfach! Wo das FZW ansonsten mit super Sound brilliert, waren wir an diesem Abend nicht so recht angetan von dem, was unsere Hörmuscheln erreichte.
Vielleicht lag es an unserem Standort relativ direkt vor den zwei Orange-Boxen von Sullivan, dass wir an diesem Abend hauptsächlich die Gitarre hören konnten. Nicht wie sonst wummerten uns die Bässe und Drums entgegen, der Sound dieser Instrumente kam eher separat vom rechten Teil der Bühne und mischte sich zu der sehr laut wahrnehmbaren Gitarre Sullivans. Und auch wenn dieser wieder mit seinem technisch versiertem Gitarrenspiel einige Augen zum Staunen brachte, war uns diese Dominanz seines Instrumentes nicht ganz so recht. Es fehlte einfach an Wumms, der bei den Russian Circles mit deren Post-Metal-Sound natürlich überwiegend von der Rhythmusfraktion produziert wird. Und dass die Russian Circles ordentlich Druck machen können wissen wir von deren Auftritten im FZW (letztes Jahr) und im Gebäude 9. Von daher lief heute irgend etwa schief im FZW bei der Soundmischung. Man muss allerdings sagen, dass die Russian Circles wie immer ihr Bestes gaben, die Band ist einfach perfekt aufeinander eingespielt! Und für mäßig-abgemischten Sound können sie nicht wirklich etwas. Wir sind aber wahrscheinlich auch wieder ein wenig zu verwöhnt, Begleiter von uns, die die Band zum ersten Mal gesehen haben, waren begeistert und konnten unsere Kritik nicht zu 100% nachvollziehen.
Alles in Allem wollen wir die Leistung der Russian Circles aber in keiner Weise schmälern! Sie haben wieder einmal ein fast perfektes Konzert geliefert, mit welchem sie sicherlich ein paar neue Fans hinzugewonnen haben. Sie haben die Gabe, die Songs ihrer relativ steril gehaltenen Studio-Aufnahmen im Livekontext noch einmal druckvoller und energiegeladener auf das Publikum loszulassen! Das Konzert war allerdings ein wenig zu kurz geraten, eine Zugabe gab es an diesem Abend leider nicht. Dies hing sicherlich auch damit zusammen, dass nach der letzten Band noch die Hellfire-Party im FZW steigen sollte. Dies zwingt die Veranstalter und Bands natürlich dazu, ihre Sets kurz zu halten und pünktlich zu sein, was natürlich zum Nachteil für Konzertbesucher wird.
www.russiancirclesband.com
www.myspace.com/russiancircles
Weiter ging es nach der Umbaupause mit Boris aus Japan...
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weiter lesen...Schreibt eure lustigen, spannenden, Gänsehaut erzeugenden oder auch mal nicht so gelungenen Konzert-Erlebnisse in den Genres Post-Punk, -Rock, Doom, Metal, Instrumental, Noise, Avantgarde und Artverwandtem als Konzert-Bericht. Ebenfalls freuen wir uns immer über die neuesten Album-Reviews eurer persönlichen Favoriten in den genannten Stilarten. Werdet ein Teil des Profilneurotiker-Teams und lasst uns und Andere an euren Erlebnissen und Eindrücken teilhaben! Ab und an besteht auch die Möglichkeit mit verschiedensten Musikern und Bands ein persönliches Interview zu führen. Weiteren Vorschlägen in Form von konstruktiver Kritik oder Vorschlägen gegenüber sind wir natürlich auch immer aufgeschlossen.
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