Man fühlte sich am vergangenen Donnerstag, den 03.12.2009, quasi zurückversetzt in den Januar des gleichen Jahres, als Saboteur schon ein Mal im Oberhausener Druckluft gastierten. Der Abend war genauso verregnet, nass-kalt und fies wie heute, das Konzert allerdings ließ dies alles komplett vergessen und somit standen die Zeichen schon mal gut, an diesem Abend abermals ein schönes Konzert von Saboteur in sehr angenehmer Location, dem Café des Druckluft, zu erleben!
Gegen 20 nach 9 betrat nach dem Verzehr des ersten Kaltgetränkes die Oberhausener Band The Black Light Departure als Support-Act die Bühne. Laut Ihrer Myspace-Seite spielen die vier Musiker von The Black Light Departure Indie und experimentellen Post-Punk. Die Lieder erinnerten mich teilweise an The Cure oder auch an Joy Division und haben viele Laut-Leise-Wandel in sich. Die Stimme von Sänger Daniel passte gut zu den Songs der Band und teilweise brachen The Black Light Departure in iliketrains-Manier aus und entlockten Ihren Instrumenten einige noisige Klänge. Diese Passagen sagten mir persönlich am meisten zu, da steckt Potential drin! Insgesamt gefiel mir die erste Hälfte des Auftrittes von den Vieren ausgesprochen gut! Ein Song wurde gar das erste Mal bei der Probe am Abend zuvor gespielt, bevor er uns dann im Druckluft präsentiert wurde. Danach ebbte die Zwanghaftigkeit der Songs im Gegensatz zur ersten Hälfte bei mir ein wenig ab, dennoch gefielen mir The Black Light Departure recht gut. Laut Myspace geht die Band im kommenden Februar ins Studio, man darf also gespannt sein, was da noch kommt!
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Nach nicht all zu langer Zeit gab es dann den Auftritt von Saboteur zu erleben. Wie uns Peter zuvor erzählte gibt es an diesem Abend einige neue Stücke zum Tourauftakt zu hören, ein paar Stücke des Debutalbums "A Place Where Painters Meet" wird es ebenfalls geben. Und das Konzert heute im Druckluft ist nicht nur der Tourauftakt, zugleich ist dies auch der erste offizielle Auftritt mit dem neuen Drummer Oliver, der wie alle Bandmitglieder von Saboteur aus dem gleichen ostfriesischem Ort kommt.
Los ging es mit einem der neuen Stücke The Last Jazz, welches direkt ein wunderbarer Opener des Konzertes war! Auch wenn vielerorts das Gleiche geschrieben wird, man kann den Einfluss von Sonic Youth in der Musik von Saboteur nicht leugnen! Jedoch kopieren Saboteur nicht einfach, sie machen daraus ihren ganz eigenen Indierock, geprägt durch einen facettenreichen Sound mit Liebe zum Detail und wunderschönen Melodien! Als zweites folgte, quasi nahtlos übergeleitet, der ebenfalls neue Song Overexcited und auch nach diesem Song ging es quasi direkt weiter mit Artificial Skin. Leider war das Druckluft an diesem Abend nicht sonderlich gut besucht, und so waren die ersten Ansagen der Band erst einmal recht spärlich und beschränkten sich auf ein "von mir aus kann's gleich weiter gehen...", was dann auch sogleich Zustimmung bei den beiden (vorrangig) Gitarristen Nils und Matze sowie dem Debutanten Oliver an den Drums fand.
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Während des Konzertes wechselte der Bass beständig von einem zum nächsten Musiker und wurde so von jedem der Band bedient, außer Drummer Oliver. Dies veranlasste einen Besucher näher nachzufragen, wer denn eigentlich was mache und ob der Drummer denn nicht auch etwas anderes spielen könne außer eben Schlagzeug. Die Interaktion mit dem Publikum war also eingeleitet, und wer die sympathische Art der Band und Frontmann Peter kennt weiß um die humorvolle Art und Weise, wie dies von statten geht. Es folgte als nächstes ein Block mit vier Songs von A Place Where Painters Meet, als da wären A Cabbage White gefolgt von Love Spreader, Thirsty Soul und Physic. Man merkte während des gesamten Konzertes die Spielfreude, die Saboteur da auf der Bühne haben, die wenigen Besucher taten dem keinen Abbruch! Und dies übertrug sich auch auf uns. Nach den vom Album bekannten Liedern fiel der Applaus dann auch etwas reger aus, man könnte sagen dies steigerte sich von Song zu Song. Das Publikum taute auf, die Band war von Anfang an "drin"!
Zwischendurch wurde noch ein wenig Rumgealbert und man besann sich auf alte Zeiten und Partysprüche wie "Put your hands in the air" und "Let's go", das Publikum machte amüsiert mit und alle hatten ihren Spaß! Zum Abschluss gab es wieder einen Block von neuen Songs zu erleben, bei denen die Vier weiterhin munter die Instrumente tauschten und alle sichtlich in ihrem Spiel aufgingen. Dargeboten wurden Old Youth, Plural und Interiors. Zu den einzelnen Liedern kann ich leider nicht mehr all zu viel sagen, es fällt schwer sich an einzelne Highlights zu erinnern bei dem durchweg hohen Niveau und tollen Songs, die Saboteur da in letzter Zeit neu arrangiert haben! Zum Abschluss gab es dann noch einen Song als Zugabe!
Im neuen Jahr soll es eine Split-EP geben, bald darauf ins Studio gehen für ein neues Album von Saboteur! Dann habe ich die Chance die Stücke noch einmal neu zu erfahren und vielleicht erinnert man sich dann etwas besser. Alles in Allem war es aber ein mal mehr ein wunderbarer Abend mit Saboteur, der Vorgruppe The Black Light Departure und den durchweg netten und freundlichem Team des Druckluft! Auf bald!
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Antwort #1 am: 09. Dec. 2009, 22:03:51 Uhr