Text und Fotos: Jacques Moch, Bildbearbeitung: Marcel Moch
Als
letzte Station in Europa der „League of Extraordinary Djentlemen" Tour führte
es die Washingtoner Djent-Band „Periphery" ins kleine gemütliche Underground in
Köln. Als Unterstützung mitgereist waren die beiden englischen Gruppen „Monuments"
und „The Safety Fire".
Im
Vorfeld war nicht so ganz klar, was den Konzertbesucher an diesem Abend
erwarten würde. So hatte Periphery im Vorfeld über das Internet bekannt
gegeben, dass einige ernste Verletzungen und Ausfälle die Band auf ihren
bisherigen Stationen plagten. So hieß es, dass Sänger Spencer Sotelo Probleme
mit seiner Stimme habe und er diese daher schonen musste. Auch Gitarrist Jake
Bowen hat das Pech auf dieser Tour gepachtet und brach sich einen Finger.
Schlecht fürs Gitarrespielen und so wurde angekündigt, dass John Browne von
Monuments ihn so gut es geht zu ersetzen versuchen wird. Als wäre das nicht
genug, zog sich Schlagzeuger Matt Halpern noch eine Verletzung am linken Fuß
zu. Aber da Köln der letzte Stopp der Tour war und ein Monat danach erst die
nächste Show in den USA ansteht keimte die Hoffnung, dass sie doch noch
versuchen würden den Auftritt so gut es geht über die Bühne zu bringen.
Angekündigt hatte die Band es zumindest über Facebook: „Wir wollen es noch ein
letztes Mal so richtig krachen lassen!"
Doch
bevor man sich zuviel Gedanken über die Art der Darbietung des Headliners
machen konnte stürmten pünktlich um 20 Uhr die Anheizer „The Safety Fire" auf
die Bühne. Das Underground war schon gut halb gefüllt, es drängte sich vor der
Bühne jedoch noch kaum. Der Sound machte erstmal einen recht guten Eindruck. Auffällig
viele digitale Verstärker wurden an diesem Abend genutzt - es blinkte an jeder
Ecke der Bühne, Axe-FX Ultras, POD X3 Pros etc. leuchteten fröhlich vor sich
hin... für die, die es interessiert. Das Equipment schien allerdings von
Periphery zu sein und wurde nur mit der ersten Band geteilt? Man weiß es nicht
so genau. Der Vorteil ist zumindest, dass durch die digitalen Signale ohne
Mikroabnahme schnell ein gutes, sauberes Signal über die PA geschickt werden
kann und so rein musikalisch recht schnell ein drückender differenzierter Klang
aus den Boxen kam.
Leider
ist es offenbar nicht so einfach den Gesang auch klanglich so schnell und
einfach, gut und präsent klingend in den Zuschauerraum zu werfen. Der ging
nämlich leider lange Zeit des knapp halbstündigen Auftritts unter. Ein bisschen
Schwund ist ja immer, dennoch boten „The Safety Fire" technisch fehlerfrei und
beeindruckend vorgetragene Musik mit allerhand schnellen Läufen und vertrackten
Rhythmen. Auch die Performance der Engländer ließ nichts zu wünschen übrig.
Letztlich fehlt den Songs aber noch Wiedererkennungswert. Hooks, Melodien oder
prägnante Grooves, die sich beim Hörer festsetzen können. Ansatzweise kann man
erahnen, zu was diese Band im Stande ist, wenn sich auf diesem Gebiet noch
etwas tut. Beim nächsten Release sollte man aber spätestens noch mal ein Ohr
riskieren!
Weiter zum zweiten Teil mit Monuments und Periphery:
League of Extraordinary Djentlemen-Tour mit Periphery, Monuments und The Safety Fire - Teil 2
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