Vergangenen Montag lockte die Zeche Carl in Essen mit dem Auftritt des belgischen Rocktrios Triggerfinger, die uns schon vor einigen Jahren auf dem Dour Festiavl begegnet sind und uns bestens in Erinnerung geblieben waren.
Triggerfinger kommen aus Antwerpen und starteten die Band im Jahr 2000. Ruben Block, der charismastische Frontmann und Gitarrist, weiterhin Bassist Paul Van Bruysteem - genannt "lange Polle" oder aber auch "Monsieur Paul" - und Schlagzeuger Mario Goossens, der an seinem Instrument kaum zu bändigen ist, haben kürzlich erst ihr aktuelles Album All This Dancin' Around gebracht, das bisher vierte Studioalbum von Triggerfinger.
Mit dem neuen Album im Rücken und starker Rockmusik im Rücken begaben sich Triggerfinger also auf Tour durch ihre Heimat Belgien und die Niederlande, um nun an einem Montagabend im Ruhrgebiet in der Zeche Carl zu landen - neben vielen weiteren Terminen in ganz Deutschland! Ein großer Rundumschlag also, aber für solche Routiniers, wie Triggerfinger es sind, sicherlich eine Freude und Vergnügen.
Es gab keine Vorgruppe an diesem Abend, und so betraten Triggerfinger schon recht früh gegen halb Neun die Bühne der Zeche Carl in Essen. Voll war die Zeche nicht, doch es hatte sich ein Publikum eingefunden, dass anscheinend auch sehr genau wusste, was es erwartet. Unter ihnen war auch eine Gruppe aus Benelux, die die Band begeistert feierten. Und dies schon von Beginn an, und zwar zurecht!
Triggerfinger spielen regelmäßig auf großen Festivals in den Nachbarländern und wissen ganz genau, was eine gute Rock-Show ist! Genau so gut wissen die Drei Ihre Instrumente zu beherrschen, zusätzlicher Trumpf von Ruben ist seine außergewöhnlich vielseitige Stimme. Diese deckte das ganze Spektrum dessen ab, was in abwechslungsreichem Rock abverlangt wird, von seinen Ansagen zwischen den Songs ganz zu schweigen. Die Frauen vor Ort dürften dahingeschmolzen sein, wenn Ruben seine dunkle Stimme ans Publikum richtete.
Die drei Musiker sind perfekt aufeinander eingespielt und haben sichtlich Spaß auf der Bühne. Bei Paul fiel auf, dass er für einen Bassspieler sehr häufig in den hohen Bünden spielte, Drummer Mario kam aus dem Grinsen gar nicht mehr heraus und Ruben überzeugte auch in Sachen Gitarrenspiel und coolem Posing auf voller Linie. Die Lichtshow tat ihr Übriges und machte das Konzert von Triggerfinger absolut sehens- und erlebenswert!
Die Band baute einige Pausen und Steigerungen in ihre Songs ein, auf denen Ruben und Paul mit den Händen nur auf den Korpus ihrer Instrumente schlugen, dazu setzte dann zunächst die Stimme ein, bevor sich dann das Schlagzeug dazu gesellte, um wieder in einer tollen Rock'N'Roll Nummer zu gipfeln, die die Gäste immer wieder aufs Neue mitriss.
Nach rund 60 Minuten beendeten Triggerfinger ihren Auftritt in der Zeche Carl, doch so schnell durften die Herren noch nicht in den eigentlich wohl verdienten Feierabend. Dafür war der Applaus dann zu fordernd, sodass Triggerfinger noch mal die Bühne für ein grandioses Finale enterten! Die Drei haben uns Allen gezeigt, wie ein großartiger Konzertabend mit ordentlichem Rock mit Stonereinschlägen, bisweilen auch noisigeren Parts, die uns an Sonic Youth erinnern ließen, zu gestalten ist. Eine wunderbare Mischung, die diesen Abend in abermals bester Erinnerung bleiben lässt!
Ein herzliches Dankeschön an Impuls Promotion und die Zeche Carl für die freundliche Unterstützung!
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Text und Fotos: Jacques Moch, Bildbearbeitung: Marcel Moch
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