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Die Menschheit ist auf Reisen und zu Gast im „Paradox Hotel“ - Unseremschönen blauen Planeten. Der Hotelinhaber „Gott“ lässt sich natürlichwiedermal nicht blicken und so nutzen die FLOWER KINGS die Zeit, umeine... was sag ich?!? Gleich zwei, mit Musik randvoll gepackte, CDs zuveröffentlichen. Eine ganze Menge Musik, von der man jetzt erst einmalhofft, dass sie ein wenig Neuerung in die sonst so ähnlich klingendenvorigen Veröffentlichungen bringt. Roine Stolt hat seinen Mannen auchdiesmal die Gelegenheit gegeben, selbst etwas aktiver am Songwritingteil zu haben, wodurch diese Hoffnung ein wenig Substanz erlangt.

Schöne Melodien sagte man den FLOWER KINGS ja schon immer nach. Es gibtwie üblich viel Piano, Gitarrensoli im Stile der alten Größen aus den70ern, Satzgesang und vor allem eine Menge gute Laune. Die Grenze zumKitsch ist wie bei dem Stück „Jealously“ schmal, wird aberglücklicherweise nur gelegentlich angekratzt. Musikalische Genialitätkann man den nordischen Mannen, deren Name Programm ist, nichtabschreiben. So finden Sie immer wieder Wege um Rock, Jazz undHippie-Feeling (im positiven Sinne) zu verbreiten.
Düsterere Stimmung wird bei dem, der dunklen deutschen Vergangenheitgewidmeten, Stück „Bavarian Skies“ eingeläutet. Piano, historischeAufnahmeschnipsel und getragener Gesang bestimmen das Lied - „Goodnight, goodbye, auf Wiedersehen...“. Das absolute Gegenteil, was dieStimmung betrifft, stellt „End of a High Note“ dar. Bandleader RoineStolt versteht sich eben darauf gute Laune zu verbreiten. Und nicht nurdas! Musikalische kleine Zwiegespräche von Lyrics und Musik machen sichauch bemerkbar. So wird bei „Minor Giant Steps“ auf die Lyrics „TinySteps“ von der Gitarre kleine Intervalle gespielt um diese kleinen„Schritte“ zu verdeutlichen und bei „Minor Giant Steps“ eben dieMollterz in verschiedenen Lagen um die großen Schritte zu simulieren.Die Musik ist voll von solchen Spielereien und lassen einen andauerndNeues entdecken, wie z.B. bei „The Unorthodox Dancinglesson“ im 13/8telTakt. Diese Tanzstunde kann ich mir bildlich vorstellen. Mit dem Lied„Paradox Hotel“ wird es dann auch mal ein wenig treibender und heftiger– „It’s a living hell... paradox hotel!“ Yeah!

Die FLOWER KINGS legen uns mit „Paradox Hotel“ wieder einmal ein Albumauf hohem Niveau vor. Das Einzige, was den positiven Eindruck etwastrübt ist eben, dass man seit einigen Jahren immer wieder Anleihen beisich selbst verarbeitet und es doch irgendwo immer dasselbe ist. Daskann man als Fan der Band positiv auffassen (alles hat gleich hohesNiveau ohne Aussetzer) oder aber negativ (es ist immer dasselbe –langweilig auf Dauer). Für Musikliebhaber die in diese Band malreinhören wollen hingegen empfiehlt sich ein solches Album daraus aberumso mehr. Und mal ganz ehrlich. Wir haben von den Blumenkönigen jaauch nichts anderes erwartet. Man checkt mit einem breiten Grinsen aus„Paradox Hotel“ aus :-)


CD 1 (Room 111)

1.) Check In
2.) Monsters & Men
3.) Jealously
4.) Hit Me With a Hit
5.) Pioneers of Aviation
6.) Lucy Had a Dream
7.) Bavarian Skies
8.) Selfconsuming Fire
9.) Mommy Leave the Light On
9.) End of a High Note

CD 2 (Room 222)

1.) Minor Giant Steps
2.) Touch My Heaven
3.) The Unorthodox Dancinglesson
4.) Man of the World
5.) Life Will Kill You
6.) The Way the Waters Are Moving
7.) What If God is Alone
8.) Paradox Hotel
9.) Blue Planet

Autor: Jacques Moch
Link:  http://www.myspace.com/progression84

Hits: 30