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das STONED FROM THE UNDERGROUND 2012 - letzter Tag

 Samstag, Tag Nummer 3

...und somit der letzte offizielle Tag versprach nochmal ein Hammer Line-Up. Die erste Band OROBOURUS, mit 13:00 Uhr aber auch verflucht früh auf den Brettern, verschlief ich noch gekonnt, bei den Darmstädtern WIGHT war ich dann aber vor der Bühne und lauschte ihren unter Zuhilfenahme von abbrennenden Räucherstäbchen vorgetragenen atmosphärischen Doomsongs. Der Regengott war den Jungs aber nicht sonderlich gewogen und der Himmel verfinsterte sich zusehends. Als die ersten Tropfen fielen, konnte die lakonische Aussage des Bassisten „wenns bloß Bier wäre“ noch die meisten Leute vor der Bühne, die jedoch nach dem Auftritt unter sämtliche Unterstände flüchteten, die sich boten. Ich erwischte die Futterbude und genehmigte mit in Gedenken an Herbert Grönemeyer erstmal eine durchaus akzeptable Currywurst.

Weiter ging es mit den Spaniern ARENNA, die ich von der Bierbude aus verfolgte und die mir ein paar Kopfnicker entlocken konnten. Pünktlich zu meinen persönlichen Lieblingen SIGIRIYA aus Wales kam dann die Sonne raus und legte sich mächtig ins Zeug, genauso wie die vier Ex-Acrimony-Mitglieder auf der Bühne. Bei den Songs ihres ersten Albums kam mächtig Stimmung auf, gekrönt von einer schier endlosen Version des ohnehin schon langen „Deathtrip to Eryri“.

War natürlich trotzdem viel zu schnell vorbei, schließlich waren als nächstes die Berliner Instrumental-Rocker von ROTOR angekündigt. Die fand ich live immer ganz schick, und war umso überraschter, dass sie diesmal gleich zwei Gastsänger dabei hatten, und ich meinte ein Obsessed-Cover vernommen zu haben, stand aber zu weit weg und war durch den ein und anderen Plausch zu abgelenkt, um das jetzt mit Sicherheit behaupten zu können.

Die alten Herren von FATSO JETSON musste ich mir leider schenken, um nochmal den Zeltplatz aufzusuchen und ein paar Einkäufe vom Kosmik-Artifactz-Stand in Sicherheit zu bringen. Aber so wie ich die Ur-Wüstenrocker und Kyuss-Vertrauten um die Lalli-Brüder kenne, wird’s sicherlich auch eine ziemlich gute Show gewesen sein.

Danach war Wahnsinn pur angesagt, WEEDEATER zerlegten die Bühne. Die ganze Band war super drauf und bollerte ihren dreckigen, aber auf bizarre Art und Weise tanzbaren Sludge in die Menge. Das Publikum bejubelte jeden Song samt ihrem Ohrwurm „God luck and good speed“ und „Dixie“ Dave Collins hüpfte und klamaukte Grimassen schneidend über die Bühne, dass es eine wahre Freude war, trotz gerissener Gitarrensaite, die dank fehlender Ersatzklampfe dann auf der Bühne erstmal neu aufgezogen werden musste.

BABY WOODROSE ließen es danach wesentlich hardrockiger und „klassischer“ angehen, ich musste allerdings zwischendurch nochmal das Catering aufsuchen und bekam daher von ihrem gut gespielten 70ies-Rock nur die Hälfte mit.

Frisch gestärkt mit Hamburgern und Fritten war ich dann bei CROWBAR wieder am Start. Die bolzten gleich gut los und hatten sicherlich den metallischsten Sound des Festivals, was aber der Güte ihrer gut einstündigen Show keinen Abbruch tat. Ein in seinen Rauschbart hineingrinsender Kirk Windstein bedankte sich auch artig für den Applaus, bevor das finale „Plantes Collide“ noch mal alles zum Einsturz brachte.

ORANGE GOBLIN gaben danach als letzte Truppe auf der Hauptbühne des Festivals nochmal alles und wurden dafür auch frenetisch gefeiert. Ich war ziemlich happy, dass die vier Briten ihr immerhin anderthalbstündiges(!) Set mit ein paar alten Perlen wie „Blue Snow“ veredelten. Ein würdiger Abschluss!

Im Zelt spielten bereits NEUME auf, die ich aber leider komplett verpasst habe. Zu der Kyuss-Coverband PYUSS hatte ich ja eher gemischte Gefühle, aber letztendlich war es genau das richtige, die Jungs quasi als Partyband für die finale Feier im Zelt spielen zu lassen. Jeder war happy und sang die ziemlich gut gespielten Kyuss-Klassiker mit. Fand ich wesentlich spaßiger und sympathischer als diesen unsäglichen „Kyuss lives“-Mist, aber die Diskussion wäre hier fehl am Platz.

So ging das Stoned From The Underground 2012 dann auch mit einer letzten großen Party zu Ende und es hat sich mal wieder komplett gelohnt, nächstes Jahr spielt dann auch das Wetter wieder vollends mit!

Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich für die freundliche Unterstützung vom STONED FROM THE UNDERGROUND Festival

STONED FROM THE UNDERGROUND 2012 - Tag 3

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